Fußball Uefa-Cup
Nürnberg hofft auf einen Sieg in Rumänien

Trotz des Remis im Uefa-Cup-Hinspiel gegen Rapid Bukarest (0:0) sieht Bundesligist 1. FC Nürnberg dem heutigen Rückspiel in Rumänien (16 Uhr) optimistisch entgegen. Ein 1:1 würde den Franken für die Gruppenphase reichen.

Bundesligist 1.FC Nürnberg befindet sich momentan in einer prekären Lage. Mit einem Abstiegsplatz, sieben Pflichtspielen ohne Sieg und dem Bangen vor einem vorzeitigen Ausscheiden in der ersten Runde im Uefa Cup haben es die Nürnberger nicht leicht. Trotz alledem verliert die Mannschaft um Trainer Hans Meyer nicht die Nerven. Vielmehr sieht ganz Franken dem heutigen Rückspiel bei Rapid Bukarest (Hinspiel 0:0) durchaus hoffnungsfroh entgegen.

"Unsere Mannschaft hat zuletzt dreimal gezeigt, dass sie nie aufgibt und auswärts immer für ein Tor gut ist", sagt Sportdirektor Martin Bader vor der Reise in die rumänische Hauptstadt. Dort tritt der Club heute (16.00 Uhr/live im DSF) erstmals seit dem 7. September 1988 zu einem Auswärtsspiel im Europapokal an. Damals kam der amtierende Pokalsieger mit einem sensationellen 2:1 gegen Rudi Völler und den AS Rom zurück in die Noris.

Vor 19 Jahren schieden die Nürnberger im Rückspiel aus (1:3), trotz schlechterer Voraussetzungen glauben sie aber diesmal an die Chance aufs Weiterkommen. Denn obwohl die Resultate zuletzt eher unerfreulich waren, ist das Umfeld erstaunlich ruhig geblieben, und auch die Mannschaft wirkt stabil: "Die Jungs halten zusammen. Das ist eine Mannschaft, die an sich glaubt und bis zuletzt Gas gibt", versichert Sportdirektor Bader.

Ein 1:1 im Stadion "Giulesti-Valentin Stanescu", das derzeit nur 11 000 Besuchern Platz bietet, würde dem Club ja schon reichen, um auch in der Gruppenphase mitspielen zu dürfen. "Vielleicht gibt es richtig Rückenwind, wenn wir weiterkommen", sagt Bader, aus rein finanzieller Hinsicht dringend erforderlich wäre es nicht. Der Club hat die laufende Saison ohne Uefa-Cup-Einnahmen durchkalkuliert - und schreibt derzeit ohnehin schwarze Zahlen.

Auch Trainer Hans Meyer hält es für realistisch, dass seine Mannschaft die Gruppenphase erreicht - auch wenn wichtiges Personal verletzt oder angeschlagen ist. Fehlen werden auf jeden Fall Javier Pinola, Robert Vittek sowie Ersatztorhüter Daniel Klewer (Verletzung am Sprunggelenk), der in den kommenden drei Wochen vom 21-Jährigen Alexander Stephan vertreten wird. Meyer verspricht aber: "Wir werden eine Mannschaft stellen, die eine Überraschung schaffen kann."

Augenzeugen der Überraschung wollen immerhin 1 000 Nürnberger Anhänger sein, die sich am Mittwoch mit Privatfahrzeugen, in Bussen und mit zwei Charterflugzeugen nach Bukarest aufmachten. Und geht es nach Offensivspieler Zvjezdan Misimovic, werden die vielen Fans die immerhin 1 550 (Straßen-)Kilometer (einfache Strecke) nicht umsonst hinter sich bringen: "Gegen Bukarest kommt das Glück zurück".

© SID

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