Fußball Uefa-Cup
Nürnberg steht vor hoher Hürde St. Petersburg

In der Bundesliga auf einem Abstiegsplatz, im Uefa-Pokal droht das Aus. Alles andere als rosige Aussichten für den 1. FC Nürnberg vor dem heutigen Gastspiel beim aktuellen russischen Champion Zenit St. Petersburg.

Der 1. FC Nürnberg muss heute (17 Uhr, live im DSF) in seinem zweiten Gruppenspiel beim aktuellen russischen Meister Zenit St. Petersburg antreten. Allerdings ist der Uefa-Pokal für die Franken derzeit nicht mehr als die Kür, im "Pflichtprogramm" Bundesliga plagen den "Club" auch nach dem Sieg über Borussia Dortmund ernste Abstiegssorgen.

Hans Meyer sieht dem zweiten Gruppenspiel der Nürnberger denn auch mit eher gemischten Gefühlen entgegen. "So ein Spiel ist kein Festtag, wenn man in der Liga auf einem Abstiegsplatz steht", sagt der Trainer. Und wie nach dem Heimspiel gegen den FC Everton (0:2), als die Nürnberger beim ersten Versuch des Spagats zwischen Europa und Abstiegskampf bei Arminia Bielefeld unterlagen (1:3), steht auch diesmal in der Bundesliga gleich ein richtungweisendes Spiel an: Der "Club" gastiert am Sonntag beim MSV Duisburg.

500 Unentwegte reisen nach St. Petersburg

Für Sportdirektor Bader gibt es dennoch kein Vertun über die Ambitionen: "Völlig klar, wir werden das Spiel in St. Petersburg sicher nicht abschenken." Die Entscheidung in der Gruppe A, wo der FC Everton (6 Punkte) vor St. Petersburg (4) dem AZ Alkmaar (1), dem "Club" sowie AE Larissa (jeweils 0) in Führung liegt, solle "so lange wie möglich offen gehalten werden." Das sei der Verein allein schon seinen treuen Anhängern schuldig, von denen sich immerhin 500 in das eisige "Venedig des Nordens" aufmachen.

Auch Trainer Meyer ist das Spiel im Petrowski-Stadion nicht völlig egal - im Gegenteil: Wie zuvor schon den FC Everton hat er auch Zenit, das vor zweieinhalb Wochen erstmals seit 23 Jahren den russischen Meistertitel gewann, gewissenhaft auskundschaften lassen. Zudem sei die Begegnung "eine gute Gelegenheit" für seine Spieler, sich zu präsentieren. "Da sieht man schon", behauptet Meyer, "mit wem in der Schlussphase der Hinserie noch zu rechnen ist."

Rechnen kann man gegen St. Petersburg wohl auch wieder mit Iwan Sajenko. Der Russe hatte sich zuvor den Zorn von Meyer zugezogen, weil er in der vergangener Woche trotz einer Verletzung zur Nationalmannschaft ausgerückt war und deswegen das 2:0 gegen Borussia Dortmund am vergangenen Sonntag in der Bundesliga nur als Zuschauer miterleben durfte. "Iwan ist wieder gesund", ließ Meyer am Mittwoch in St. Petersburg nun wissen. Der Russe wird spielen, wie wohl auch der angeschlagene gebürtige Tadschike Andreas Wolf.

Rein sportlich betrachtet gibt sich Meyer keinen Illusionen hin. Sein Urteil über St. Petersburg: "Sie haben in Dick Advocaat einen taktisch hervorragenden Trainer, fußballerische Qualität vom Feinsten und Geld ohne Ende", sagt er über den vom Schalke-Sponsor Gasprom unterstützten Klub. Meyer sagt auch: "Im Fußball ist immer alles möglich, Nürnberg und St. Petersburg sind leistungsmäßig nicht so weit auseinander wie Jena und Nürnberg." Bei Zweitligist Jena war für den Club diesmal in der zweiten DFB-Pokal-Runde Schluss.

© SID

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