Fußball Uefa-Cup
Optimistische Bremer wollen in Glasgow dominieren

Bundesligist Werder Bremen um Mittelfeldspieler Diego fährt optimistisch zum Uefa-Cup-Achtelfinale nach Glasgow: "Wir wollen das Spiel dominieren und ein Tor schießen."

Vom Streik waren Bremens Fußballer nicht betroffen und auch die Schmerzen ihres Spielmachers Diego sind Geschichte. Der brasilianische Mittelfeldspieler strotzt vor dem Uefa-Cup-Achtelfinale bei den Glasgow Rangers heute Abend um 21.00 Uhr nur so vor Selbstbewusstsein und scheint damit seine ganze Mannschaft anzustecken.

"Ich fühle mich richtig gut. Wir wollen das Spiel dominieren und ein Tor schießen", sagte der in der Bundesliga nach Platzverweis derzeit gesperrte Brasilianer. Der kleine Mittelfeldregisseur nutzte die erzwungene Spielpause auf nationaler Ebene, um mit spezifischem Training seine Schambeinentzündung zu bekämpfen.

Wegen eines internen Haustarifes für die Flughafen-Beschäftigten der Hansestadt konnte die Anreise per Sonderflug X3 8 972 planmäßig verlaufen, was Werder-Sportdirektor Klaus Allofs aufgrund der Terminenge aufatmen ließ: "Ich hatte ja versprochen, nicht zu jammern, aber zweimal hintereinander zwei Auswärtsspiele im Donnerstag-Samstag-Rhythmus zu spielen ist schon ein Wettbewerbsnachteil."

"Bei Werder wird man diesen Abend bestimmt genießen"

Nach der mitternächtlichen Geisterstunde von Braga erwartet die Hanseaten beim schottischen Rekordmeister ein klassischer Europacup-Abend. "Bei Werder wird man diesen Abend bestimmt genießen", prophezeit Rangers-Teammanager Walter Smith mit einem Spritzer Süffisanz. Die Gastgeber sind aktueller Tabellenführer in Schottland und demonstrierten ihre Fähigkeiten in der Champions League, wo sie zwar, wie auch die Norddeutschen, in der Vorrunde scheiterten, aber einen imposanten 3:0-Auswärtssieg beim französischen Serienmeister Olympique Lyon einfuhren.

Für Bremens Trainer Thomas Schaaf Grund genug, die Sinne seiner Spieler zu schärfen: "Die Rangers kämpfen mit offenem Visier, Herz und Leidenschaft, da geht es gleich in der ersten Sekunde richtig los", glaubt der 46-Jährige, der vor der hitzigen Atmosphäre im Ibrox Park Respekt, aber keine Angst hat: "Die schottischen Fans sind fanatisch, aber fair, auch der Gästemannschaft gegenüber."

Auch Torhüter Tim Wiese will sich keinesfalls aus der Ruhe bringen lassen: "Glasgow wird über den Kampf kommen, aber wir sind das spielerisch bessere Team." Eine Einschätzung, die Allofs nicht ganz teilen kann. "Wir müssen von Anfang an dagegenhalten, mit spielerischen Mitteln allein kommt man bestimmt nicht weit", meint der Ex-Nationalspieler.

Bis auf den Rekonvaleszenten Torsten Frings (Knie) sind wohl alle Spieler des Bundesliga-Zweiten einsatzfähig. Da es keine TV-Übertragung im deutschen Fernsehen gibt, sind Livebilder nur kostenpflichtig im vereinseigenen Werder-TV zu sehen, zudem gibt es Original-Hörfunkübertragungen bei Radio Bremen 1 und Hit-Radio Antenne Bremen.

© SID

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