Fußball Uefa-Cup
Petric und Olic schießen Villa ab

Der Hamburger SV hat das Jahr 2008 mit einem beeindruckenden 3:1 im Uefa-Cup gegen den englischen Vertreter Aston Villa beendet. Mladen Petric und Ivica Olic (2) trafen.

Nach einer Gala-Vorstellung von Ivica Olic ist der Hamburger SV als Sieger der Gruppe F in die K.o.-Runde des Uefa-Pokals eingezogen. Der kroatische Torjäger war beim 3:1 (2: 0)-Erfolg der Hanseaten über Aston Villa im letzten Vorrundenspiel der überragende Akteur und wurde von den begeisterten Fans mit Sprechchören gefeiert.

Sein Landsmann Mladen Petric hatte den HSV beim gelungenen Jahresabschluss gegen den englischen Premier-League-Klub mit 1:0 in Führung gebracht (18.), bevor der 29-Jährige in der 30. und 56. Minute erhöhte. Für die Gäste reichte es am Ende nur zum Treffer von Nathan Delfounese (83.), bevor sein Teamkollege Steve Sidwell eine Minute später die Gelb-Rote Karte sah.

Olic, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft, liebäugelt mit einem Wechsel zu Bayern München und will sich in der Winterpause entscheiden, ob er ein Angebot der Hamburger annimmt. Mit seinem Auftritt vor 50 000 Fans am Mittwochabend hat er jedoch weiterhin beste Werbung in eigener Sache gemacht. Die Chancen der Hanseaten, den Nationalspieler zu halten, werden damit immer geringer.

Insbesondere seinen zweiten Treffer erzielte er in Weltklasse-Manier. Beim 200. Tor der Hamburger Europapokal-Geschichte erlief er einen Befreiungsschlag von Joris Mathijsen über 70 Meter, schüttelte seinen Bewacher Carlos Cuellar ab, und ließ Torwart Brad Guzan keine Chance. Schon nach seinem ersten Tor hatte der Stadionsprecher den Publikums-Liebling über die Lautsprecher aufgefordert: "Bleib in Hamburg, Ivica!"

Durch den angestrebten Gruppensieg bekommen die Hamburger nun am Freitag (13.00 Uhr) bei der Auslosung in Lyon einen Gruppendritten zugeteilt und haben dabei den Vorteil, das Rückspiel am 26. Februar zu Hause bestreiten zu können. Das Hinspiel wird am 18. oder 19. Februar ausgetragen.

Gegen die harmlosen Engländer hatte der HSV insgesamt wenig Mühe. Der Vierte der Premier League hatte auf zahlreiche Stars verzichtet, um sie für die weiteren Partien in der englischen Liga zu schonen. So ließ Trainer Martin O'Neill unter anderem die Nationalspieler Ashley Young, Gabriel Agbonlahor und Gareth Barry zu Hause. Die B-Elf von Villa war jedoch nie in der Lage, den Hamburgern Paroli bieten zu können. Der HSV-Sieg hätte mit ein wenig Glück sogar noch viel höher ausfallen können. So traf Marcell Jansen in der 45. Minute aus 20 Metern nur das Lattenkreuz. Nationalspieler Piotr Trochowski scheiterte zweimal (54., 60.) an Guzan.

© SID

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