Fußball Uefa-Cup
Schalke empfängt Barcelona im Uefa-Cup

Nach der Torgala in der Bundesliga empfängt der FC Schalke 04 heute den spanischen Vertreter Espanyol Barcelona im Uefa-Pokal. Dabei müssen die "Knappen" auf fünf ihrer Akteure verzichten.

Bundesligist Schalke 04 hat heute wieder die Möglichkeit, vor heimischer Kulisse zu überzeugen. Nach dem 7:4 gegen Bayer Leverkusen träumen die Fans von der Wiederholung des Uefa-Pokal-Triumphes von 1997. Andreas Müller spricht den königsblauen Anhängern vor dem Zwischenrunden-Hinspiel (20.00 Uhr/live im ZDF) gegen Espanyol Barcelona aus der Seele. Denn das große Ziel des Teammanagers ist am 10. Mai beim Endspiel in Eindhoven der Gewinn des Cups. "International sind wir gegen den PSV Eindhoven gestartet. Es wäre schön, wenn wir dort die Saison beenden würden. Jetzt muss man den Biss und die Leidenschaft haben, den Cup zu gewinnen, denn als Fußballer willst du Titel holen", meinte Müller.

Trainer-Nobody Mirko Slomka hat sich indes vor seinem Debüt auf internationaler Bühne viel vorgenommen: "Wir wollen mindestens zwei, drei Runden weiterkommen", erklärte der 38 Jahre alte Nachfolger von Ralf Rangnick vor dem 51. Uefa-Cup-Spiel der Königsblauen gegen den 14. der spanischen Primera Division. Abwehrspieler Mladen Krstajic fordert nach dem Siebenerpack: "Wir müssen uns in der Deckung wieder stabilisieren, hinten muss die Null stehen." Slomka: "Mir ist ein 2:0 lieber als ein 7:4."

Kobiaschwili muss zuschauen

Verzichten muss der Schalker Coach gegen den dreimaligen spanischen Pokalsieger neben Hamit Altintop (Muskelbündelriss im Oberschenkel), Dario Rodriguez (Muskelfaserriss im Oberschenkel), Tomasz Waldoch (Knochenödem im Sprunggelenk) und Christian Pander (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) auch auf Lewan Kobiaschwili. Für den Georgier, der nach drei Gelben Karten aus der Champions-League-Gruppenphase pausieren muss, wird der 19 Jahre alte Sebastian Boenisch spielen. Boenisch feiert damit nach seinem ersten Bundesliga-Kurzeinsatz gegen Leverkusen sein Debüt im Uefa-Pokal. Fraglich ist der Einsatz von Sören Larsen wegen Adduktorenproblemen in der Leiste. Sollte der Torjäger, gegen Leverkusen zweimal erfolgreich, ausfallen, würde Ebbe Sand im 51. Uefa-Cup-Spiel in die Anfangsformation rutschen.

In diesem Wettbewerb rechnet Finanzvorstand Josef Schnusenberg, der am 16. Februar 65 Jahre alt wird, mit gut zwei Mill. Euro aus TV- und Zuschauereinnahmen. "Zwei Uefa-Cup-Runden bringen etwa so viel Geld wie eine Runde Champions League", sagt Schnusenberg. In der "Königsklasse" kassierten die Königsblauen bis zu ihrem unglücklichen Ausscheiden etwa 16 Mill. brutto. Dazu dürften noch rund vier bis fünf Mill. Euro kommen, wenn die Uefa ihre Gewinn-Ausschüttung nach der Platzierung der Champions-League-Teilnehmer vornimmt. Achtelfinalgegner bei einem Weiterkommen gegen Espanyol wäre entweder US Palermo aus Italien oder Slavia Prag.

Krach bei Gegner Espanyol

Die Aufgabe der Schalker ist lösbar, der größte Erfolg der stets im Schatten des Stadtrivalen FC Barcelona stehenden Katalanen liegt bereits fast 18 Jahre zurück. Am 18. Mai 1988 scheiterte Espanyol im Rückspiel des Uefa-Cup-Finales trotz eines 3:0 im Hinspiel noch im Elfmeterschießen an Bayer Leverkusen.

Zurzeit hat der abstiegsbedrohte Klub vor dem Gastspiel in der wahrscheinlich mit 53 975 Zuschauern ausverkauften Veltins-Arena diverse Probleme. Denn Trainer Miguel Angel Lotina darf auf Schalke nicht als Chefcoach fungieren. Der Baske wurde von der Uefa wegen Disziplinlosigkeiten im Europacupspiel am 30. November 2005 bei Bröndby IF für vier internationale Begegnungen gesperrt. Assistenztrainer Bartolome Marquez Lopez wird Lotina am Mittwoch und auch im Rückspiel gegen die Königsblauen am 23. Februar als Chefcoach vertreten.

Vor dem Flug nach Düsseldorf warf Espanyol Kameruns Nationaltorhüter Carlos Kameni aus dem Kader, weil er ohne Angabe von Gründen mit zweitägiger Verspätung vom Afrika-Cup aus Ägypten zurückgekehrt war. Zudem wurde Kameni mit 6 000 Euro Geldstrafe belegt. Verzichten muss Espanyol zudem auf Kapitän Raul Tamudo und Maurizio Pochettino (beide verletzt) sowie den gesperrten Brasilianer Fredson.

© SID

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