Fußball Uefa-Cup: Schalke fliegt zuversichtlich nach Barcelona

Fußball Uefa-Cup
Schalke fliegt zuversichtlich nach Barcelona

Vor dem Zwischenrunden-Rückspiel im Uefa-Pokal gibt sich der FC Schalke 04 optimistisch: "Wir haben immerhin ein Tor Vorsprung und können in Barcelona kontern", sagte Trainer Mirko Slomka vor der Partie bei Espanyol.

In der Bundesliga hat Mirko Slomka bereits einen sehenswerten Start mit Schalke 04 hingelegt. Nun will er auch auf der internationalen Fußball-Bühne punkten. Nach sechs Pflichtspielen ohne Niederlage seit seinem Amtsantritt flog der Trainer-Nobody mit der Delegation von Schalke 04 mit breiter Brust zum Zwischenrunden-Rückspiel im Uefa-Pokal heute (21.45 Uhr/Livekonferenz im DSF) bei Espanyol Barcelona.

"Das 2:1 im Hinspiel war zwar nicht unser Wunschergebnis, aber wir haben immerhin ein Tor Vorsprung und können in Barcelona kontern", verbreitet der 38 Jahre alte Nachfolger des beurlaubten Ralf Rangnick vor dem 84. Europacup-Auftritt der Königsblauen Optimismus. Nationalspieler Gerald Asamoah ist vom Einzug ins Achtelfinale überzeugt: "Wir müssen offensiv spielen und können immer ein Tor machen. Daher bin ich davon überzeugt, dass wir es schaffen."

Lincolns Verletzung schockt Schalke 04

Die Schalker mussten am Mittwochabend beim Abschlusstraining allerdings einen Schock verkraften. Wegen einer Prellung im linken Sprunggelenk musste der brasilianische Spielmacher Lincoln die Übungseinheit abbrechen. "Ich hoffe, dass wir ihn rechtzeitig bis zum Anpfiff wieder fit kriegen", sagte Schalkes Vereinsarzt Dr. Thorsten Rarreck.

Für Teammanager Andreas Müller soll indes erst das Endspiel in Eindhoven Endstation für die Knappen sein. Am 13. September 2005 starteten die Königsblauen im Philips-Stadion mit einem 0:1 in die Champions League, am 10. Mai 2006 möchten sie gerne nach Eindhoven zurückkehren. "Als Fußballer willst du Titel holen, das wird in der Meisterschaft schwierig. Jetzt musst du den Biss haben, den Uefa-Pokal zu gewinnen", sagt Müller.

"Wir wollen uns international auf diesem hohen Niveau beweisen und noch mindestens zwei, drei Runden weiter kommen", sagt Slomka, dessen Weiterbeschäftigung als hauptverantwortlicher Coach des Traditionsklubs von der Platzierung in der Bundesliga abhängig ist. Sollte seine Mannschaft in der Meisterschaft mindestens Platz drei erreichen, geht für den am 4. Januar 2006 vom Co- zum Chef-Trainer beförderten Slomka das Märchen auf Schalke noch ein Jahr weiter.

Sein Kollege von Espanyol Barcelona, Miguel Angel Lotina, hat da ganz andere Sorgen. Im Uefa-Cup ist er nach einem Ausraster beim 1:1 in der Gruppenphase bei Bröndby Kopenhagen für insgesamt vier Spiele gesperrt, in der Primera Division taumelt er mit den Katalanen dem Abstieg entgegen. Am vergangenen Samstag wurde Espanyol vom FC Villarreal mit 0:4 deklassiert.

Ernst: "Müssen den nötigen Respekt an den Tag legen"

Dennoch warnt Fabian Ernst: "Wir müssen den nötigen Respekt an den Tag legen, auch wenn sie das letzte Ligaspiel wieder verloren haben." Der Nationalspieler, der im Hinspiel in der 88. Minute das Schalker Siegtor erzielte, will sich von diesen Resultaten aber nicht blenden lassen und fügt hinzu: "Der Wettbewerb ist uns sehr wichtig. Und 2:1 ist nicht das Ergebnis, auf dem man sich ausruhen kann", sagt der Ex-Bremer.

Während auf Schalker Seite die angeschlagenen Hamit Altintop (Muskelbündelriss im Oberschenkel), Dario Rodriguez (Muskelfaserriss im Oberschenkel), Tomasz Waldoch (Knochenödem im Sprunggelenk) und Christian Pander (Reha nach Kreuzbandriss) fehlen, muss Barcelona auf den suspendierten Torhüter Carlos Kameni und den international gesperrten Brasilianer Fredson verzichten. Äußerst fraglich ist zudem der Einsatz von Spielmacher Ivan de la Pena und Abwehrspieler Mauricio Pocchettino. Torjäger Raul Tamudo ist dagegen wieder einsatzfähig.

© SID

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