Fußball Uefa-Cup
Schalke hat gute Ausgangsposition im Blick

Der FC Schalke 04 hält die deutsche Fahne im Uefa-Cup als letztes verbliebenes Bundesliga-Team heute bei Lewski Sofia hoch. Im Hinspiel wollen sich die "Knappen" eine gute Ausgangsposition verschaffen.

Die deutschen Hoffnungen im Uefa-Cup-Viertelfinale ruhen heute ausschließlich auf Schalke 04. Die Königsblauen um Trainer Mirko Slomka wollen sich beim Gastspiel bei Lewski Sofia (19.00 Mesz/live im ZDF) eine gute Ausgangssituation für das Rückspiel verschaffen. Doch ausgerechnet jetzt schwächelt der Vizemeister, der mit einer beeindruckenden Siegesserie nach der Winterpause aus den Startlöchern kam. "Jetzt gilt es, eine Reaktion zu zeigen. Auf der Zielgeraden muss man richtig beißen, jeder muss sich voll reinknien", fordert Teammanager Andreas Müller vor dem Auswärtsspiel.

Mit der Reise nach Bulgarien beginnt für die Königsblauen die Woche der Wahrheit: Innerhalb von acht Tagen können sie mit dem Einzug ins Europapokal-Halbfinale und einem Erfolg am Sonntag gegen den Hamburger SV (17.30 Uhr/live bei Premiere) jegliches aufkommendes Krisengerede beenden. Andererseits können sie viel verspielen: die Chance auf den zweiten Uefa-Cup-Triumph nach 1997 und das Saisonziel Champions-League-Teilnahme.

"Ich glaube nicht, dass es eine negative Tendenz gibt"

Für Trainer Mirko Slomka steht sogar noch mehr auf dem Spiel: sein Arbeitsplatz in der kommenden Saison. Eine Schwächeperiode in der entscheidenden Phase käme da äußerst ungelegen. "Ich glaube nicht, dass es eine negative Tendenz gibt", sagt der Coach nach den Rückschlägen durch das 0:3 bei Bayern München und das 2:2 gegen den VfL Wolfsburg und das Abrutschen auf den vierten Platz.

Auch Müller glaubt, dass der neue Cheftrainer den ersten Durchhänger schnell überwindet. "Ich habe vollstes Vertrauen, dass er in dieser Phase das Richtige macht. Er wird das hinkriegen", sagt der Ex-Profi: "Er hat alles Menschenmögliche getan, bislang kann man ihm keinen einzigen Fehler vorwerfen." Slomkas Vertrag verlängert sich nach Saisonende automatisch, wenn er mindestens Platz drei in der Bundesliga erreicht. "Aber auch bei einem Scheitern ist nicht ausgeschlossen, dass wir mit Mirko weitermachen", ergänzt Müller.

Abramczik sieht Schalke klar im Vorteil

In Sofia erwartet die Schalker in ihrem 88. Europapokalspiel kein Gegner mit großen Namen, aber immerhin hat der 23-malige bulgarische Meister in Artmedia Bratislava und Udinese Calcio schon zwei Champions-League-Absteiger ausgeschaltet. Der deutsche Vizemeister sollte nicht der dritte sein, meint Rüdiger Abramczik. Der frühere Schalker "Flankengott", der die Bulgaren 2001 67 Tage lang trainierte, sagt: "Ich würde Lewski in der Bundesliga zwischen Platz zehn und 18 einordnen. Es würde mich schon sehr wundern, wenn Schalke ausscheidet."

Müller indes warnt davor, die Mannschaft um den Ex-Münchner Daniel Borimirow zu unterschätzen. "Die haben Qualität, sind sehr kompakt und aggressiv. Außerdem erwartet uns eine aufgeheizte Atmosphäre", sagt der Teammanager über den aktuellen Tabellenzweiten in Bulgarien, der in seinen sechs Europapokal-Heimspielen nur ein einziges Tor kassierte.

Coach hat die Qual der Wahl

Verzichten muss Slomka im Wassil-Lewski-Stadion lediglich auf den gesperrten Brasilianer Rafinha. Für ihn könnte der Türke Hamit Altintop zu seinem ersten Einsatz von Beginn an seit dem letzten Spiel unter Ralf Rangnick am 10. Dezember (1:0 gegen Mainz) kommen. Ansonsten hat der Coach die Qual der Wahl. "Bis auf Christian Pander sind jetzt alle wieder fit. Dadurch haben wir Alternativen", sagt Slomka. Die Doppelbelastung durch den Uefa-Cup sollte daher kein Thema sein, "das beflügelt doch eher", meint Müller.

"Dass wir jetzt die Möglichkeit haben, noch einen Titel zu gewinnen, das ist Luxus und eine besondere Motivation", meint der Schalker Coach zudem. Und der Däne Christian Poulsen erklärt: "Wir haben die große Chance, einen Pokal zu gewinnen. Damit schreibt man Historie."

© SID

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