Fußball Uefa-Cup
Schaulaufen Richtung Uefa-Cup-Triumph

Nach dem 6:0-Hinspiel-Erfolg haben die Fußballerinnen des FCR Duisburg den Uefa-Cup-Sieg so gut wie sicher. Trotzdem will das Team gegen Swesda Perm ein "Fußballfest" bieten.

Was Werder Bremen am Mittwoch versagt blieb, haben die Fußballerinnen des FCR Duisburg bereits so gut wie sicher: Nach dem 6:0-Erfolg im Hinspiel gegen den russischen Meister Swesda Perm soll das Final-Rückspiel heute (19.30 Uhr/live bei Eurosport) in der MSV-Arena für den deutschen Vize-Meister zum großen Schaulaufen mit dem Ziel Uefa-Pokal-Sieg werden.

Bevor der Revierklub als dritter deutscher Verein nach dem 1. FFC Frankfurt (2002, 2006, 2008) und Turbine Potsdam (2005) den Uefa-Cup-Triumph endgültig besiegelt, will Trainerin Martina Voss mit einem "Fußballfest" die Herzen der Zuschauer erobern. Denn obwohl die Spannung raus ist, nimmt der Andrang ungeahnte Ausmaße an. Gehofft hatte der Verein auf 10 000 Zuschauer. Mittlerweile sind über 22 500 Karten verkauft. Allmählich nähern sich die Duisburger der Frankfurter Bestmarke von 27 640 Zuschauern, die im letztjährigen Finale gegen Umea IK (Schweden) aufgestellt wurde.

"Es macht mich stolz, dass die Duisburger honorieren, was diese Mannschaft und dieser kleine Verein geleistet haben", sagte Voss. Nun müsse ihr Team die einmalige Chance nutzen, mit dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte neue Fans zu gewinnen: "Unser Sport steht nicht so häufig im Fokus. Deshalb wollen wir zeigen: Frauenfußball ist geil."

Das Vorhaben dürfte ganz im Sinne von Steffi Jones sein. Die OK-Präsidentin der WM 2011 wird ebenso in Duisburg sein wie DFB-Trainerin Silvia Neid. DFB-Präsident Theo Zwanziger hingegen weilt im Urlaub und wird von Vize-Präsidentin Hannelore Ratzeburg vertreten. Auch Uefa-Präsident Michel Platini wird fehlen. An seiner Stelle überreicht Wettbewerbsdirektor Giorgio Marchetti die Trophäe.

Grings: "Wir werden alles geben"

Obwohl am 30. Mai mit dem DFB-Pokalfinale in Berlin gegen Potsdam noch ein zweites Highlight auf die FCR-Spielerinnen wartet, wird sich keine Leistungsträgerin freiwillig schonen. "Wir werden alles geben", versprach Spielführerin Inka Grings. Die Nationalstürmerin hat auch noch eine besondere Motivation. Erzielt sie wie in Perm einen Dreierpack, stellt sie mit 15 Saisontreffern einen neuen Europapokal-Rekord auf.

Für die Russinnen ist der Auftritt in Duisburg indes eine Frage der Ehre. Einen weiteren Kantersieg zu erwarten, wäre laut Voss vermessen: "Perm hat weit unter dem normalen Niveau gespielt. Ich erwarte sie dieses Mal weitaus defensiver." Fraglich ist, ob der Rücktritt von Trainer Aleksandr Grigorijan nach der Hinspielpleite die Mannschaft befreit oder verunsichert.

Dass ausgerechnet der derzeitige Tabellendritte Duisburg den achten Uefa-Cup-Wettbewerb gewinnen wird, ist für die Bundesliga-Konkurrenten Bayern München und Potsdam unterdessen ein Glücksfall. Bleibt der FCR bis zum Saisonende Dritter, dürfen beide neben dem Titelverteidiger in der kommenden Saison an der Champions League teilnehmen, die den bisherigen Uefa-Pokal ablöst.

© SID

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