Fußball Uefa-Cup
"Schiri" Fandel leitet das Uefa-Cup-Endspiel

Referee Herbert Fandel kommt nach der Nicht-Berücksichtigung für die WM 2006 zu der Ehre, das Uefa-Cup-Endspiel am Mittwoch in Eindhoven zu leiten. Dort treffen der FC Middlesbrough und der FC Sevilla aufeinander.

Fifa-Schiedsrichter Herbert Fandel wird das Uefa-Cup-Endspiel in Eindhoven leiten. Die Partie zwischen dem FC Middlesbrough und dem FC Sevilla findet am Mittwoch um 20.45 Uhr (live im ZDF) statt. Die Nominierung gab die Uefa am Montag offiziell bekannt. Am 29. April hatte der 42-Jährige, der nicht für die WM in Deutschland berücksichtigt wurde, bereits das Finale des DFB-Pokals zwischen Bayern München und Eintracht Frankfurt (1:0) gepfiffen.

"Das ist für mich die Erfüllung eines Jugendtraums", sagte Fandel dem Sport-Informations-Dienst (sid): "Ein europäisches Endspiel war das, wovon ich immer geträumt habe. Das toppt alles, was bisher da war und ist vom sportlichen Wert her sicher der Höhepunkt meiner Karriere."

Fandels Assistenten werden Carsten Kadach (Suderburg) und Volker Wezel (Tübingen) sein. Auch der Vierte Offizielle wird in Florian Meyer (Burgdorf) ein Deutscher sein.

Nichts kann ein Trost für eine WM sein

"Niemand wird ernsthaft auf die Idee kommen, dass irgendetwas ein Trost für eine WM sein kann", betonte Fandel: "Aber diese bittere Enttäuschung habe ich inzwischen abgehakt. Und durch die fantastische Geschichte mit den Endspielen hat die Saison einen prima Abschluss genommen." Als Wiedergutmachung für das WM-Aus will der Leiter einer Musikschule seine Benennung für das Finale auch nicht verstanden wissen: "Solche Einteilungen erfolgen nach Leistungen. Und ich denke, dass ich nun einfach mal dran war."

Am Dienstagmittag wird Fandel die rund 230km von der heimischen Eifel nach Eindhoven auf sich nehmen. Mit den Assistenten Kadach und Wezel folgt dann am Dienstagabend wohl noch eine Trainingseinheit. Ansonsten wird der 42-Jährige sich "relaxt und gelassen" auf das Spiel vorbereiten: "Schließlich bin ich schon ein alter Sack in dem Geschäft."

"Werde meine Linie wie immer durchziehen"

Dass die spanischen und englischen Fans das rund 30 000 Zuschauer fassende PSV-Stadion in einen Hexenkessel verwandeln werden, macht Fandel denn auch keine Angst. "Ich kenne das Stadion sehr gut und habe da schon mehrere Male gepfiffen", versicherte er: "Und ich werde meine Linie wie immer durchziehen."

Die Chance auf eine WM hat Fandel nicht mehr, da er 2010 die internationale Altersgrenze von 45 Jahren überschritten haben wird. Doch nach 13 Jahren als Profi-Schiedsrichter, 187 Bundesliga- und 16 Champions-League-Spielen sowie zwei Pokalfinals, dem Confed Cup 2005 und Olympia 2000 in Sydney bleibt für den zweimaligen Schiedsrichter des Jahres (2001 und 2005) noch ein großes Ziel. "Die EM 2008, ganz klar. Ich müsste lügen, wenn das nicht mein Ziel wäre", gab er zu.

Da Merk dann altersbedingt bereits nicht mehr zu den Kandidaten zählen wird, müsste der Weg für Fandel auch frei sein. "Da kann man normalerweise von ausgehen", sagte der 42-Jährige: "Aber das ist noch ein weiter Weg. Und Grundlage ist, dass man konstante Leistungen bringt."

© SID

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