Fußball Uefa-Cup
Schwere Aufgaben für Leverkusen und Frankfurt

Bundesligist Bayer Leverkusen bekommt es in Gruppenphase des Uefa-Cups mit Club Brügge, Besiktas Istanbul, Dynamo Bukarest und Tottenham Hotspur zu tun. Auch Eintracht Frankfurt bekam hochkarätige Gegner zugelost.

Die letzten verbliebenen Bundesliga-Klubs Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt haben bei der Auslosung für die Gruppenphase des Uefa-Cups in Nyon Hammerlose erwischt: Besonders die Hessen stehen nach elf Jahren Europacup-Abstinenz in der Gruppe H vor einer Herkulesaufgabe. Gegner der in der laufenden Saison noch ungeschlagenen Frankfurter sind Newcastle United, Celta Vigo, US Palermo und Fenerbahce Istanbul. Als zweiter deutscher Vertreter trifft Leverkusen in der Staffel B auf den türkischen Pokalsieger Besiktas Istanbul, den FC Brügge, Dinamo Bukarest und Tottenham Hotspur. Im Duell mit dem Premier-League-Klub kommt es für die Werkself zum Wiedersehen mit dem im Sommer abgewanderten bulgarischen Nationalstürmer Dimitar Berbatow.

Während der Tabellen-Achte aus Leverkusen am 19. Oktober mit einem Auswärtsspiel in Brügge in die Gruppenphase startet, empfängt Frankfurt am selben Tag den derzeitigen Zweiten der Serie A aus Palermo. Alles andere als schockiert reagierte Frankfurts Trainer Friedhelm Funkel auf die Kunde aus Nyon. "Das ist eine wahnsinnig tolle Gruppe. Wir freuen uns auf diese super Spiele, können viel lernen", meinte Funkel und rechnet sich durchaus Außenseiterchancen aus: "Wir werden versuchen, den ein oder anderen Großen zu ärgern." Stürmer Michael Thurk sieht jede einzelne Begegnung als besondere Herausforderung, "weil jedes Spiel zu einem Fußballfest werden wird".

Frankfurt freut sich auf warmen Geldregen

Der Uefa-Cup-Sieger von 1980 hatte in der ersten Runde Bröndby IF ausgeschaltet und liebäugelt jetzt mit einem willkommenen Geldregen. "Ich gehe davon aus, dass durch die Gruppenphase rund eine Million Euro für uns übrig bleibt", sagte Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen vor dem Kräftemessen mit den Vertretern aus vier starken Ligen. Nicht zuletzt der US Palermo, der im letzten Uefa-Cup-Achtelfinale an Schalke 04 gescheitert war, machte jüngst in der Serie A mit zwölf Punkten aus fünf Spielen als Tabellenzweiter auf sich aufmerksam.

Die Leverkusener Verantwortlichen beurteilten das schwierige Los mit einem lachenden und einem weinenden Auge. "Sportlich haben wir eine sehr attraktive Gruppe mit starken Gegnern bekommen. Es werden natürlich sehr enge Spiele. Insgesamt sind wir aber optimistisch, dass wir die nächste Runde erreichen", erklärte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser, der sich besonders auf das Wiedersehen mit dem verlorenen Sohn Berbatow freut. Der Bulgare war in der Sommerpause für 15,7 Mill. Euro von Bayer Leverkusen zu den Spurs gewechselt.

Der Uefa-Cup-Gewinner von 1988 bestreitet seine beiden Heimspiele gegen den ehemaligen Klinsmann-Klub aus London (23. November) und gegen Istanbul (14. Dezember) und tritt am 29. November in Bukarest an. Die Eintracht muss am 2. November und 13. Dezember auswärts beim derzeitigen spanischen Tabellen-15. Celta Vigo beziehungsweise dem früheren Verein von Christoph Daum, Fenerbahce Istanbul, Farbe bekennen. Am 30. November genießen die Hessen Heimrecht gegen den englischen Traditionsklub Newcastle United.

Die ersten Drei jeder Gruppe ziehen in die nächste Runde ein. Dort kommen zu den 24 Teams noch die acht Gruppendritten aus der Champions League dazu. Diese 32 Mannschaften spielen die weiteren Runden wieder im K.o.-System mit Hin- und Rückspielen aus. Das Finale steigt am 16. Mai 2007 in Glasgow. Nach dem peinlichen Erstrunden-Aus von Schalke 04 und Hertha BSC muss das verbliebene Bundesliga-Duo möglichst die Gruppenphase überstehen, da der Liga ansonsten der Verlust eines internationalen Startplatzes droht. In der komplizierten Fünfjahreswertung der Uefa steht Deutschland derzeit auf Platz fünf, schon ab Rang sieben ginge ein weiterer Platz in der Champions League verloren.

Die acht Uefa-Cup-Gruppen auf einen Blick:

Gruppe A: AJ Auxerre, Glasgow Rangers, Partizan Belgrad, AS Livorno, Maccabi Haifa

Gruppe B: Bayer Leverkusen, FC Brügge, Besiktas Istanbul, Dinamo Bukarest, Tottenham Horspur

Gruppe C: FC Sevilla, AZ Alkmaar, Slovan Liberec, Grasshopper Zürich, Sporting Braga

Gruppe D: FC Parma, RC Lens, SC Heerenveen, Osasuna Pamplona, Odense BK

Gruppe E: Feyenoord Rotterdam, FC Basel, Wisla Krakau, Blackburn Rovers, AS Nancy

Gruppe F: Ajax Amsterdam, Sparta Prag, Espanyol Barcelona, Austria Wien, SV Zulte Waregem

Gruppe G: Panathinaikos Athen, Paris St. Germainm, Rapid Bukarest, Hapoel Tel Aviv, Mlada Boleslav

Gruppe H: Newcastle United, Celta Vigo, US Palermo, Fenerbahce Istanbul, Eintracht Frankfurt



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