Fußball Uefa-Cup
Selbstbewusster VfB will Zenit ausschalten

Selbstbewusst geht der VfB Stuttgart in das Uefa-Cup-Rückspiel gegen Zenit St. Petersburg. "Ich bin von unserer Qualität überzeugt", sagt Trainer Babbel. Ein 1:0 würde reichen.

Tor-Garant Mario Gomez und der VfB Stuttgart wollen Titelverteidiger Zenit St. Petersburg mit einer hochkonzentrierten Leistung in die Knie zwingen. "Wir müssen über unsere Grenzen hinausgehen. Wir spielen zu Hause und können voller Selbstvertrauen in das Spiel gehen", sagte Teamchef Markus Babbel vor dem Rückspiel in der Uefa-Cup-Zwischenrunde heute Abend (20.45 Uhr/live in der ARD) gegen die Mannschaft von Trainer Dick Advocaat. Nach der 1:2-Niederlage im Hinspiel vor gut einer Woche würde dem VfB bereits ein 1:0 zum Einzug ins Achtelfinale genügen.

Dafür wird in der Defensive allerdings mehr Stabilität vonnöten sein als zuletzt in der Bundesliga beim 3:3 gegen 1 899 Hoffenheim. "Ich bin von unserer Qualität überzeugt, dass das nicht mehr passiert. Hoffenheim war ein Ausrutscher", sagte Babbel über die schludrige Verteidigung und forderte: "Wir müssen mit derselben Einstellung und Mentalität wie gegen Hoffenheim auftreten und die individuellen Fehler abstellen."

Winterneuzugang Timo Gebhardt ist wieder fit

Schon im Hinspiel in St. Petersburg war der VfB allerdings durch leichte Fehler aufgefallen. Babbel und Manager Horst Heldt hatten danach mangelnde Cleverness beklagt. Für Heldt geht es nun darum, die Schwächen abzustellen und sich selbst zu belohnen: "Wir haben ein Jahr hart dafür gearbeitet und wollen den Verein weiter in Europa repräsentieren." Zenit, das sich an der neuen Wirkungsstätte des künftigen Münchners Anatolij Timoschtschuk auf das Spiel vorbereitete, muss auf den Kapitän genauso verzichten wie auf den ebenfalls gelbgesperrten Radek Sirl. Beim VfB fallen Matthieu Delpierre (Bänderanriss im Sprunggelenk), Arthur Boka (Innenbandteilabriss im Knie) und Yildiray Bastürk (Wadenzerrung) sicher aus, Ludovic Magnin ist wegen einer schweren Erkältung fraglich. Als Alternative steht Christian Träsch bereit. Zudem ist Winterneuzugang Timo Gebhart wieder fit.

Hoffnungsträger Gomez: "Ich habe einen Lauf, den ich fortsetzen will"

Die Hoffnungen der Schwaben ruhen aber vor allem auf Nationalstürmer Mario Gomez. "Es ist ein Glücksfall, dass Gomez in Topform ist", sagte Babbel über den 23-Jährigen, der durch sein Tor im Hinspiel alle Chancen für die Schwaben wahrte. Gegen Hoffenheim untermauerte Gomez seine derzeit sehr gute Verfassung mit zwei Treffern.

In jedem Pflichtspiel hat der laut Heldt "beste deutsche Stürmer und einer der besten Stürmer Europas" 2009 getroffen. "Ich habe einen Lauf, den ich fortsetzen will. Ich bin noch nicht zufrieden", sagte Gomez der Sport Bild. Mit seiner beeindruckenden Quote von acht Toren in sechs Pflichtspielen 2009 hat sich der Angreifer noch interessanter gemacht, als er ohnehin schon ist. Heldt erwartet in den kommenden Wochen Angebote für den bis 2012 an den VfB vertraglich gebundenen Gomez.

Der Manager hat bereits mehrfach betont, dass es schwer werde, Gomez über das Saisonende hinaus zu halten. Sein Marktwert wurde zwischenzeitlich auf 30 bis 35 Mill. Euro taxiert, Tendenz steigend. "Er wird immer besser. Sein Spiel ist sehr stabil", sagt Heldt. Davon konnten sich gegen Hoffenheim auch die Scouts von Manchester United und Real Madrid in der Stuttgarter Arena überzeugen.

© SID

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