Fußball Uefa-Cup
Starke Stuttgarter nach Sieg weiter im Geschäft

Der VfB Stuttgart überwintert nach einem 3:0 (1:0) gegen Standard Lüttich im Uefa-Cup. Für überzeugende Schwaben waren Sami Khedira, Roberto Hilbert und Ciprian Marica erfolgreich.

Der VfB Stuttgart bleibt unter Teilzeit-Teamchef Markus Babbel auf Erfolgskurs und überwintert erstmals seit drei Jahren wieder im Europapokal. "Bayern-Schreck" Sami Khedira (17.), Roberto Hilbert (49.) und Ciprian Marica (72.) bescherten dem deutschen Meister von 2007 im Uefa-Cup ein verdientes 3:0 (1:0) gegen Standard Lüttich am letzten Spieltag und damit das Ticket für die dritte Runde.

Auch in dieser wird Babbel wieder auf der Bank sitzen, kurz nach dem Abpfiff bestätigte VfB-Sportdirektor Horst Heldt, dass der Europameister von 1996 bis zum Saisonende für die Mannschaft verantwortlich bleibt. "Das war eine ganz tolle Mannschaftsleistung, von der Nummer eins bis zum letzten Auswechselspieler", sagte Babbel: "Jeder hat seinen Job super gemacht."

Der Gegner der Schwaben, die auch im fünften Spiel unter Babbels Regie ungeschlagen blieben, wird am Freitag (13.00 Uhr, live bei Eurosport) in Nyon ausgelost. Ein erneutes Duell mit Gruppensieger Standard ist in der Runde der letzten 32 ebenso ausgeschlossen wie ein Aufeinandertreffen mit den Bundesliga-Klubs Hamburger SV, Werder Bremen und VfL Wolfsburg.

Vor 28 000 Zuschauern, darunter 6 000 Fans des belgischen Meisters, bescherte Khedira dem vor allem in der zweiten Halbzeit überzeugenden VfB einen Traumstart. Nach einer Kombination über Mario Gomez und Hilbert tauchte der Held des Bayern-Spiels, der unter Babbel zu alter Stärke zurückgefunden hat, am rechten Strafraumeck auf und erzielte mit einem platzierten Schuss den Führungstreffer. Für Standard war es das erste Gegentor in der Gruppenphase.

Im "Spiel der Spiele" ersetzte der frühere Profi Babbel, der wegen einer fehlenden Trainerlizenz spätestens am Saisonende sein Amt niederlegen muss, Ricardo Osorio (muskuläre Probleme) auf der rechten Abwehrseite durch Youngster Christian Träsch. Zudem wurde der erkältete Jan Simak von Martin Lanig exzellent vertreten.

Nach dem Führungstreffer setzte der VfB allerdings bis zur Halbzeitpause nicht entschlossen nach, sondern ließ den neunmaligen belgischen Meister ins Spiel kommen. Viele Fehlpässe prägten das Aufbauspiel der Schwaben, gefährlich wurde es in dieser Phase nur bei Kombinationen über Gomez oder Standardsituationen.

Lanig (25.) kam nach einem Eckball völlig frei zum Schuss, Lüttichs Landry Mulemo klärte für den geschlagenen kolumbianischen Torhüter Rorys Aragon auf der Linie. Im Mittelfeld spielte Lüttich gefällig, strahlte dabei jedoch kaum Torgefahr aus; der VfB agierte kontrolliert und drehte erst nach der Pause richtig auf.

120 Sekunden nach dem 2:0 stand Khedira frei vor Aragon, der eine Glanzparade zeigte und den Schuss des VfB-Mittelfeldspielers noch an die Querlatte lenkte. Drei Minuten später scheiterte Gomez aus kurzer Distanz am rechten Torpfosten, ehe Jens Lehmann gegen den Brasilianer Igor De Camargo rettete (56.).

Der VfB agierte insgesamt nun deutlich zwingender und spielte gegen einen Gegner, der den letzten Einsatz vermissen ließ, einige gute Chancen heraus. Der bis dahin blasse Marica setzte mit einem Fernschuss aus der Drehung den Schlusspunkt.

"Das frühe Gegentor hat uns wehgetan, danach hat uns ein bisschen die Motivation gefehlt. Der Schwung war weg. Es ist wichtig für jede Mannschaft, dass sie einen gewissen Schweinehund überwindet, und ich habe es an der Einstellung meiner Spieler heute gesehen, dass sie nicht die hundertprozentige Motivation hatten", so Lüttichs Coach Laszlo Bölöni.

© SID

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