Fußball Uefa-Cup
Stuttgart setzt auf Erfolgs-Rezept gegen Unruhe

Bundesligist VfB Stuttgart will mit einem Sieg im Uefa-Cup heute Abend gegen Schachtjor Donezk (20.45 Uhr) für Ruhe sorgen. Dann müsste aber auch die Diskussion um den erkrankten Torhüter Timo Hildebrand verstummen.

Mit einem Erfolgserlebnis im Uefa-Cup will Trainer Giovanni Trapattoni bei Bundesligist VfB Stuttgart alle Kritiker verstummen lassen. Nach dem Aus im DFB-Pokal gegen Zweitligist Hansa Rostock und der anhaltenden Achterbahn-Fahrt in der Liga hilft dem "Maestro" im zweiten Gruppenspiel gegen den starken ukrainischen Meister Schachtjor Donezk heute (20.45 Uhr/live im DSF) nur ein Sieg.

"Es ist unheimlich wichtig zu punkten, damit wir die nächste Runde relativ früh sichern können. Wir wollen an die lukrativen Geldtöpfe kommen. Donezk wird für uns zu einem absoluten Prüfstein", erklärte VfB-Manager Herbert Briem und übte zumindest vor dem Spiel den Schulterschluss mit Trapattoni: "In der zweiten Halbzeit gegen Hertha BSC Berlin hat die Mannschaft gezeigt, dass sie Spaß am Fußball hat und mit dem Trainer kann."

Weiter für mächtig Wirbel sorgt unterdessen Torhüter Timo Hildebrand, allerdings ist der Nationalkeeper diesmal offenbar schuldlos. Nachdem der VfB-Schlussmann sich zuletzt über Trapattonis Taktik und die ständige Rotation beschwert hatte, macht ihm nun eine Grippe zu schaffen. Nach seinem Ausfall gegen Berlin (3:3) muss Hildebrand auch gegen den Ex-Klub von Bernd Schuster passen.

Spekulationen, es könne sich auf Grund des schlechten Verhältnisses zwischen Trainer und Torwart um eine Scheinkrankheit handeln, widersprach VfB-Mannschaftsarzt Dr. Edgar Stumpf energisch: Timo leidet an keiner Scheinkrankheit, sondern an einem grippalen Effekt, der ihn seit dem vergangenen Donnerstag gezwungen hat, das Bett zu hüten. Es ist eine absolute Frechheit zu behaupten, dass Timo nicht wirklich krank sei."

So wird gegen den fünfmaligen Pokalsieger der Ukraine aller Voraussicht nach wie gegen Hertha erneut Ersatzmann Dirk Heinen das VfB-Tor hüten. Nationalspieler Andreas Hinkel wird derweil nur auf der Bank sitzen, während Christian Tiffert vor seinem 25. Europapokal-Spiel für die Stuttgarter steht.

Hoffnung macht dem VfB aber vor allem die Rückkehr des in der Bundesliga zuletzt gesperrten Angreifers Jon Dahl Tomasson, der an der Seite des Serben Danijel Ljuboja beginnen wird. Immer dann, wenn es für Trapattoni im "Ländle" brenzlig wurde, traf der Däne und entwickelte sich so zuletzt zu einer Art "Lebensversicherung" für den Coach. Auch im ersten Gruppenspiel gegen Stade Rennes (2:0) leitete der Torjäger mit seinem Treffer drei Minuten vor dem Ende den Sieg ein.

Allerdings ist für die Schwaben Donezk der härteste Brocken in der Gruppenphase. Die Multi-Kulti-Truppe mit insgesamt fünf Brasilianern schaltete im Vorjahr auf dem Weg ins Achtelfinale des Uefa-Cups auch Schalke 04 aus (1:1/0:1). "Ich denke aber, dass Stuttgart höhere Ziele hat, als es der derzeitige Tabellenplatz zum Ausdruck bringt", erklärte Anatoli Timoschuk als einziger Ukrainer in Donezks Stammformation.

© SID

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