Fußball Uefa-Cup
Toulouse ein gutes Pflaster für Bayer

Mit einem Heimspiel gegen den FC Toulouse startet Bayer Leverkusen heute in die Gruppenphase des Uefa-Pokals. Schon in der Saison 1987/88 traf Bayer auf die Franzosen - und holte letztlich die Trophäe.

Wenn Bayer Leverkusen zum Auftakt der Uefa-Cup-Gruppenphase auf den FC Toulouse trifft, wird automatisch der größte Triumph der Vereinsgeschichte wieder in Erinnerung gerufen. 1987/88 waren die Südfranzosen in der zweiten Runde Durchgangsstation auf dem Weg zum Uefa-Cup-Sieg.

Von derartigen Zielen redet bei Bayer vor dem Aufeinandertreffen mit dem derzeitigen Tabellenzehnten der französischen Liga am heutigen Donnerstag (19.00 Uhr/live im DSF) aber keiner, vielmehr soll ein Erfolg die zuletzt in der Bundesliga abgedriftete Werkself wieder auf Kurs bringen.

Barbarez: Chancen besser nutzen!

"In letzter Zeit haben bei uns die Ergebnisse nicht gestimmt", räumt "Oldie" Sergej Barbarez dementsprechend ein: "Trotzdem sind wir dominant aufgetreten. Wir müssen halt nur unsere Chancen besser nutzen." Das war in den letzten Wochen nicht der Fall. Nur ein Punkt aus den letzten vier Pflichtspielen lautet die enttäuschende Bilanz der Rheinländer.

Vom Bayern-Jäger Nummer eins ist der Klub wieder ins Mittelmaß abgerutscht. "Das ist ein normaler Prozess. Wir haben eine junge Mannschaft, das braucht seine Zeit", erklärt Barbarez die Leistungsschwankungen. Die Beschreibung "jung und unerfahren" trifft auf den bislang schwachen Torschützenkönig Theofanis Gekas freilich nicht zu.

"Er ist noch nicht in Leverkusen angekommen. Da gibt es noch Steigerungspotenzial", weiß auch Trainer Michael Skibbe, der den Durchhänger in den letzten Wochen aber vor allem auf das mangelnde Defensivverhalten zurückführt: "Wir haben den Gegnern in den letzten zwei Spielen zu viele Torchancen zugestanden."

Das Manko muss gegen Toulouse abgestellt werden, sonst wird es schwer, wie auch Barbarez weiß: "Wir haben starke Mannschaften in der Gruppe. Das sind alles Qualifikanten aus der Champions League. Das macht die Aufgabe reizvoll, aber nicht unmöglich."

Verzichten muss Bayer weiter auf Nationalspieler Bernd Schneider, dessen Knieverletzung offenbar doch schlimmer ist als ursprünglich angenommen. Dafür ist Kapitän Carsten Ramelow ins Mannschaftstraining zurückgekehrt, für das Spiel heute dürfte er aber noch kein Thema sein.

Toulouse ohne Elmander

Mit Problemen hat derzeit auch Toulouse zu kämpfen. In der Meisterschaft belegt der französische Cupsieger von 1957 nach einem Fehlstart derzeit nur den zehnten Platz. Zudem platzte mit dem K.o. in der Champions-League-Qualifikation gegen den FC Liverpool (0:1 und 0:4) der Traum vom erstmaligen Einzug in die "Königsklasse". So muss sich die Elf von Trainer Elie Baup mit der "2. europäischen Liga" begnügen. Gegen Leverkusen schmerzt allerdings der Ausfall des schwedischen Stürmerstars Johan Elmander (Adduktoren).

© SID

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