Fußball Uefa-Cup
Trochowski-Tor lässt HSV vom Finale träumen

Der Hamburger SV hat das Tor zum Finale im Uefa-Cup weit aufgestoßen. Im Halbfinal-Hinspiel siegte der HSV dank eines Trochowski-Treffers 1:0 (1:0) im Nordderby bei Werder Bremen.

Revanche gelungen, Endspiel im Blick: Dank eines Kopfballtores von Nationalspieler Piotr Trochowski darf der Hamburger SV vom Einzug ins Uefa-Pokal-Finale träumen. Der Treffer des Mittelfeldspielers besiegelte den verdienten 1:0 (1:0)-Erfolg des Bundesliga-Fünften beim deutschen Vizemeister Werder Bremen. Der DFB-Pokal-Finalist steht damit im Halbfinal-Rückspiel am kommenden Donnerstag in Hamburg vor einer schweren Aufgabe.

"Das hat die Mannschaft gut gemacht, vor allem in der ersten Halbzeit. Das ist für uns ein gutes Resultat", sagte HSV-Trainer Martin Jol, während sein Bremer Kollege Thomas Schaaf vor allem mit der Leistung seines Teams vor der Pause haderte: "Wir müssen begreifen, dass ein Spiel aus zwei Hälften besteht und man in beiden Leistung zeigen muss. In der ersten Halbzeit haben wir zu viel zugelassen."

Bremens Nationalspieler Torsten Frings sprach von einem "dummen Fehler" beim Gegentor, sieht aber dennoch Chancen auf den Einzug ins Finale in Istanbul: "Im Rückspiel ist noch alles möglich und nichts verloren."

Olic scheitert an Wiese

Vor 37 500 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion erwiesen sich die Gäste als das an diesem Abend in allen Belangen überlegene Team. Schon nach 65 Sekunden hätte die Mannschaft von Trainer Martin Jol in Führung gehen können, als Torjäger Ivica Olic aus kurzer Distanz am Bremer Torhüter Tim Wiese scheiterte.

Der Nationaltorwart, der in der vergangenen Woche im nationalen Pokalduell der beiden Nordrivalen im Elfmeterschießen gleich drei Strafstöße pariert hatte, stand noch mehrfach während der abwechslungsreichen Begegnung im Blick und überzeugte erneut. So machte er in der 22. Minute einen verdeckten Flachschuss von Paolo Guerrero unschädlich, in der 65. Minute verhinderte er gegen Olic einen weiteren Gegentreffer. Besonders im letzten Drittel der Partie erwiesen sich die Hamburger als das Team mit der reiferen Spielanlage, und ein höherer Erfolg wäre nicht unverdient gewesen.

Allofs: "Nicht den richtigen Biss gezeigt"

"Wir haben aus dem Spiel der vergangenen Woche die falschen Schlüsse gezogen und nicht den richtigen Biss gezeigt", kritisierte Werder-Sportdirektor Klaus Allofs schon in der Halbzeitpause die eher mäßige Leistung der Platzherren. Nach dem Seitenwechsel versuchte sich das Team von Coach Thomas Schaaf zwar an einer verstärkten Offensive, doch die HSV-Deckung stand im 99. Nordderby weitgehend sicher. Gefährlich wurde es für den HSV zunächst nur in der 60. Minute, als ein Distanzschuss von Sebastian Boenisch knapp am Gehäuse vorbeistrich.

Die Hamburger werden allerdings im Rückspiel am 7. Mai vor eigenem Publikum auf Guerrero verzichten müssen. Der peruanische Nationalspieler sah seine dritte Gelbe Karte im laufenden Wettbewerb und steht damit für das dritte von insgesamt vier Duellen zwischen Hamburg und Bremen binnen 19 Tagen nicht zur Verfügung.

Auch ohne die verletzten Marcell Jansen und Mladen Petric brachte der HSV in der Schlussphase gegen den Bundesliga-Zehnten den knappen Vorsprung über die Runden. In der Nachspielzeit scheiterte Pizarro aus spitzem Winkel am glänzend reagierenden Rost.

Der Gesamtsieger der beiden Halbfinal-Begegnungen im Uefa-Pokal wird im Finale am 20. Mai in Istanbul auf eine ukrainische Mannschaft treffen, entweder Schachtjor Donezk oder Dynamo Kiew, die sich im Hinspiel in Kiew am Donnerstag 1:1 trennten.

© SID

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