Fußball Uefa-Cup: VfB-Coach Veh träumt vom "Wunder in Middlesbrough"

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VfB-Coach Veh träumt vom "Wunder in Middlesbrough"

VfB Stuttgart muss heute in der Uefa-Cup-Zwischenrunde beim englischen Klub FC Middlesbrough ran. Das Hinspiel hatten die Schwaben mit 1:2 verloren, aber Trainer Armin Veh ist hoch motiviert: "Wir können nur gewinnen".

Vor dem Rückspiel des Bundesligisten VfB Stuttgart beim englischen Klub FC Middlesbrough heute (20.45 Uhr/live im DSF) behilft sich Trainer Armin Veh mit psychologischen Maßnahmen: "Die harte Hand zu zeigen, das wäre jetzt falsch".

Die 1:2-Hinspielniederlage der Schwaben wertete der 45-Jährige dann auch eher als besondere Motivation, denn als Ballast. "Es ist unser Vorteil, dass wir nicht als Favorit in das Spiel gehen. Das kann psychologisch wichtig werden. Wir können nur gewinnen", meinte Veh und liebäugelte vor dem Abflug auf die Insel am Mittwochmittag mit dem "möglichen" Sprung ins Achtelfinale.

Nach dem erlösenden ersten Bundesliga-"Dreier" unter seiner Regie gegen den FSV Mainz 05 (2:1) ließ Veh seine überraschten Profis am Regenerations-Montag ganz basisdemokratisch zwischen Auslaufen und Fußballspielen entscheiden. Kapitän Zvonimir Soldo und seine Kollegen stimmten für die spielerische Variante und hatten sichtlich Spaß.

Selbst ein Ausscheiden würde nach Meinung von Teammanager Horst Heldt die VfB-Welt nicht aus den Fugen geraten lassen. "Das wäre kein Erdbeben, das würde uns nicht so sehr erschüttern", meinte Ex-Profi Heldt, macht aber ungeachtet der niederschmetternden Europacup-Bilanz des VfB gegen englische Mannschaften (2 Siege/1 Unentschieden/6 Niederlagen) auch deutlich: "Wir haben natürlich das Bestreben, ins Achtelfinale zu kommen." Immerhin würde der Einzug in die nächste Runde rund eine Million Euro einbringen.

Der Tabellen-Sechste der Bundesliga muss im Duell mit dem abstiegsgefährdeten Premier-League-Klub allerdings seine Abwehr umstellen. Der Portugiese Fernando Meira hatte sich im Hinspiel vor einer Woche wegen Ballwegschlagens die dritte gelbe Karte im laufenden Wettbewerb eingehandelt und ist im Riverside-Stadion gesperrt.

Für Meira rückt voraussichtlich Markus Babbel in die Innenverteidigung, während Ludovic Magnin Heiko Gerber als linker Außenverteidiger ersetzt. Bangen muss Trainer Veh bei seinem ersten Auswärtsspiel auf internationaler Ebene um Silvio Meißner, den eine Zerrung im Oberschenkel behindert. Obwohl Stuttgart auf jeden Fall zwei eigene Treffer zum Weiterkommen benötigt, will Veh nicht ins offene Messer laufen. "Wir dürfen nicht gleich zu aggressiv angehen", warnte der frühere Rostocker Trainer vor Offensive pur.

Das zuletzt in drei Pflichtspielen in Serie siegreiche Middlesbrough, das am vergangenen Wochenende durch einen Erfolg beim Zweitligisten Preston Northend (2:0) den Einzug ins Viertelfinale des FA-Cups schaffte, muss definitiv auf Offensivkraft Fabio Rochemback (Bänderriss im Knöchel) verzichten. Doch die Konzentration von "Boro" liegt ohnehin eher auf dem Kampf um den Klassenerhalt. "Die Premier League ist uns wichtiger als der Uefa-Cup", behauptete Coach Steve Mcclaren.

© SID

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