Fußball Uefa-Cup
Vierfacher Toni bringt Bayern in die K.o.-Runde

Der zuletzt in die Kritik geratene FC Bayern München hat im Uefa-Cup ein Ausrufezeichen gesetzt und sich als Gruppensieger für die K.o.-Runde qualifiziert. Beim 6:0-Erfolg über Aris Saloniki traf Luca Toni gleich viermal.

Dank eines Torfestivals von Luca Toni hat Topfavorit Bayern München im Uefa-Cup das Minimalziel erreicht und sich mit einer beeindruckenden Leistung in die Weihnachtsferien verabschiedet. Der Weltmeister aus Italien schoss den deutschen Rekordmeister im abschließenden Spiel der Gruppe F gegen Aris Saloniki mit vier Treffern zwischen der 25. und 66. Minute nahezu im Alleingang zum hochverdienten 6:0 (2:0)-Sieg. Christian Lell (78.) und Philipp Lahm (81.) sorgten anschließend für den bislang höchsten Saisonsieg, bei dem sich der Rekordmeister offensichtlich den Frust der vergangenen Wochen von der Seele schoss. Die Bayern haben damit als Gruppenerster die K.o.-Runde der letzten 32 Mannschaften erreicht. Damit haben sich vorerst auch die Diskussionen um Trainer Ottmar Hitzfeld, der von den Fans gefeiert wurde, wohl beruhig.

Vor 64 000 Zuschauern im "Kühlschrank" Allianz-Arena war Weltmeister Toni der Matchwinner des Bundesliga-Herbstmeisters. Der Italiener sorgte mit seinen Toren in der 25. und 38. Minute für die beruhigende Pausen-Führung der Gastgeber. Auch nach dem Seitenwechsel war der 30-Jährige zweimal (64., 66.) erfolgreich. Bei den Pflichtspieltreffern Nr. 14 bis 17 des Angreifers im Bayern-Dress glänzte der erneut starke Franck Ribery dreimal als Vorbereiter. Allerdings machte Aris-Keeper Konstantions Chalkias bei nahezu allen Toren eine mehr als schlechte Figur.

Als Gruppenerster können die Bayern nicht auf ein ausgeschiedenes Team aus der Champions League treffen, sondern nur auf einen Gruppendritten aus dem Uefa-Cup. Zudem genießen sie im Rückspiel der ersten K.o.-Runde am 21. Februar Heimrecht. Die Auslosung findet bereits am Freitag im Uefa-Hauptquartier in Nyon statt.

Bei eisigen Temperaturen um Minus fünf Grad waren die Bayern von Beginn an bemüht, ihre zuletzt in der Liga zu Tage getretene Ladehemmung abzulegen. In den letzten sieben Bundesligapartien hatte die Millionen-Offensive der Bayern gerade einmal vier Treffer erzielt. Zunächst schien es, dass sich diese Serie fortsetzen sollte, denn Philipp Lahm, Lucio (jeweils 2.) und Miroslav Klose (5. ) vergaben in der Anfangsphase sehr gute Möglichkeiten. Die Bayern agierten in der Folgezeit zwar weiterhin feldüberlegen, viele Aktionen waren jedoch zu umständlich, um die kompakte Aris-Defensive zu gefährden. Erst das 1:0 von Toni konnte den Bann brechen.

Die Griechen verlegten sich zunächst wie erwartet aufs Kontern und waren dabei durchaus gefährlich. In der zwölften Minute hatten die Münchner sogar Glück, nicht in Rückstand geraten zu sein. Vladimir Ivic brachte jedoch aus fünf Metern Entfernung völlig freistehend den Ball nicht an Oliver Kahn vorbei. Der Kapitän stand nach seiner Suspendierung in Berlin wieder im Tor des Rekordmeisters.

Nach dem Wechsel agierten die Münchner weiterhin souverän, ohne sich zunächst weitere Möglichkeiten herauszuspielen. Erst das Super-Duo Ribery und Toni sorgte schließlich für die Entscheidung. In der Folgezeit hatten die Münchner keine Mühe mehr, den Sieg gegen die harmlosen Griechen nach Hause zu fahren.

© SID

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