Fußball Uefa-Cup
Werder Bremen bittet Espanyol Barcelona zum Tanz

Die Meisterschale noch in Reichweite und den Uefa-Cup im Visier: Werder Bremen tritt im Halbfinal-Hinspiel des Uefa-Cups bei Espanyol Barcelona (heute, 20.45 Uhr) an. Trainer Thomas Schaaf möchte den Fans einiges bieten.

Für Bundesligist Werder Bremen geht es mit dem Halbfinal-Hinspiel bei Espanyol Barcelona (heute, 20.45 Uhr) in die heiße Phase der Saison. Das Team von Trainer Thomas Schaaf tanzt noch auf zwei Hochzeiten: Neben dem möglichen zweiten internationalen Triumph nach 1992 ist auch die Meisterschale noch in Reichweite. "Titel sind beim Fußball natürlich das Salz in der Suppe, und wenn es dann noch um einen Erfolg auf internationaler Ebene geht, ist das etwas Besonderes. Es wäre großartig, wenn wir unseren Fans ein Endspiel um diesen Pott bieten könnten", erklärte Schaaf mit Blick auf das Duell mit dem spanischen Pokalsieger.

Während die Hanseaten im Kampf um die Meisterschaft auf einen Ausrutscher von Tabellenführer Schalke 04 hoffen müssen, haben sie ihr Schicksal auf europäischer Bühne selbst in der Hand. "Das kommt unserer Spielweise entgegen. Selbst das Heft in die Hand zu nehmen, hat uns in der Vergangenheit des Öfteren ausgezeichnet", so Schaaf.

"Die Erinnerung an 1992 ist natürlich da"

Für den Erfolgsfall winkt der zweite internationale Titel der Klubgeschichte - genau 15 Jahre nach dem Gewinn des Europapokals der Pokalsieger. "Die Erinnerung an 1992 ist natürlich da, aber wenn man erst mal auf dem Platz steht, spielt das keine Rolle mehr", versichert der Coach, der beim damaligen Triumph zum Team der Bremer gehörte.

Eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 3. Mai im Weserstadion ist das Ziel. "Ein Unentschieden wäre gut, noch besser, wenn wir dabei mindestens ein Tor schießen", meint Nationalstürmer Miroslav Klose, der wie seine Mannschaftskollegen Torsten Frings und Spielmacher Diego derzeit Gegenstand von Wechsel-Diskussionen ist. "Angenehmer wäre es sicher, wenn das nicht ständig zum Thema gemacht würde", sagt Schaaf.

Respekt vor dem Gegner ist jedenfalls da: "Im Halbfinale des Europacups muss man sich um die Qualität der verbliebenen Teams keine Gedanken machen. Auch wenn Espanyol in der Liga nicht überzeugt hat, haben sie dies auf internationaler Ebene doch getan", erklärt der 45 Jahre alte Trainer.

Der Gegner aus der katalanischen Hauptstadt ist dabei bereits der dritte spanische Klub, mit dem es die Bremer in der laufenden Spielzeit in Europa zu tun bekommen. In ihrer Vorrundengruppe der Champions League trafen sie auf Espanyols Lokalrivalen FC Barcelona, gegen den Werder im Kampf um Platz zwei der Gruppe nur knapp das Nachsehen hatte. Im Achtelfinale des Uefa-Cups setzte sich die Schaaf-Truppe dann gegen Celta Vigo durch. Sollte man das Finale erreichen, würde dort wieder ein Team der Primera Division warten: Titelverteidiger FC Sevilla oder Leverkusen-Bezwinger CA Osasuna aus Pamplona.

Espanyol-Coach hofft auf rein spanisches Endspiel

Auf ein rein spanisches Endspiel hofft dagegen Espanyol-Coach Ernesto Valverde, der die Chancen seiner Mannschaft gegen Werder bei 50:50 sieht. "Bremen ist ein schwerer Gegner und eine große Hürde, deshalb werden wir alles daransetzen, uns zu behaupten. Ich bin optimistisch, dass wir das Finale erreichen können", so der Trainer des aktuellen Tabellen-Zehnten der spanischen Eliteklasse. Vor 19 Jahren verspielte Espanyol im Übrigen im Uefa-Cup-Finale im Rückspiel bei Bayer Leverkusen einen 3:0-Vorsprung aus dem ersten Duell vor heimischer Kulisse und zog im Elfmeterschießen gegen die Rheinländer den Kürzeren.

Die Generalprobe für die Partie gegen den Bundesliga-Zweiten aus Bremen misslang den Iberern indes gründlich. Gegen Abstiegskandidat Betis Sevilla kamen die Katalanen über ein 2:2 nicht hinaus, das angesichts eines unberechtigten Elfmeters in der Nachspielzeit für Espanyol zudem sehr schmeichelhaft war. Die Uefa-Cup-Qualifikation über die Liga scheint damit kaum mehr möglich. Die letzte Chance auf einen erfolgreichen Saisonabschluss führt für den Traditionsverein daher über Werder.

© SID

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