Fußball Uefa-Cup
Werder trotz 0:2-Hypothek mit Selbstvertrauen

Für Werder Bremen zählt heute im Achtelfinal-Rückspiel des Uefa-Cups gegen die Glasgow Rangers nur ein klarer Sieg. An mangelndem Optimismus sollte es jedenfalls nicht scheitern.

Am Mittwoch wirbelte das Sturmtief "Kirsten" noch über dem Bremer Weserstadion, heute (20.30 Uhr/live im ZDF) im Rückspiel des Uefa-Cup-Achtelfinals gegen die Glasgow Rangers will Werder Bremen einen Sturm auf dem Platz entfachen. Nach dem enttäuschenden 0:2 aus der Vorwoche im Ibrox Park ist der aktuelle Tabellenzweite der Bundesliga gefordert, will er sich nicht früh aus dem internationalen Geschäft verabschieden.

Werder-Trainer Thomas Schaaf sieht, wie auch seine Mannschaft, im Uefa-Cup die letzte realistische Chance, in dieser Saison doch noch einen Titel zu gewinnen. "Wir müssen sehr, sehr gut spielen und mit unserem großen Aufwand zu mehr Erfolg kommen", fordert der Coach, dessen Team im Ibrox Park trotz schwacher Leistung den Gastgebern ebenbürtig war, aber wegen zweier schwerer Patzer von Torhüter Tim Wiese dennoch geschlagen die Heimreise antreten musste.

Hunt und Diego mit eigenwilligem Frustabbau

Der Frust war so groß, dass es nach der Partie in der Kabine zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen den beiden Werder-Profis Aaron Hunt und Diego kam. Werder-Sportdirektor Klaus Allofs bestätigte einen entsprechenden Bericht von Sport Bild: "Es hat eine Rangelei gegeben. Die Sache ist längst intern mit den Betroffenen und der Mannschaft geklärt worden."

Doch von entspannter Stimmung kann bei den Norddeutschen nach der 3:6-Schlappe in der Bundesliga in Stuttgart derzeit keine Rede sein. "Bei keinem, der zwei Spiele hintereinander verliert, herrscht gute Laune", räumte Daniel Jensen ein. Der Däne sieht dennoch der Partie im Weserstadion optimistisch entgegen: "Wir brauchen gar kein Wunder, um weiterzukommen. Wir haben doch oft genug gezeigt, dass wir zwei Tore schießen können."

Diego ist als Spielmacher gefordert

Ähnlich sieht Allofs die aktuelle Situation: "Wir werden einen großen Abend fabrizieren müssen, aber von einem Wunder will ich da nicht sprechen." Ein angebliches Interesse des FC Chelsea für Dribbelkünstler Diego - das Londoner Boulevard-Blatt Sun berichtete mit Verweis auf einen Bremer Vereinsinsider auf einen 30-Millionen-Angebot als Ersatz für Nationalspieler Frank Lampard - ist für den Ex-Nationalspieler nur heiße Luft: "Diego hat bei uns einen Vertrag bis 2011."

Viel wird auf die Tagesform des kleinen Brasilianers ankommen, dessen leichte Schambeinentzündung sich ein wenig gebessert hat - eine positive Reaktion auf die Spielsperre des Südamerikaners in der Bundesliga. Doch im Hinspiel blieb Diego blass und konnte kaum Impulse setzen.

Pasanen und Klasnic drohen auszufallen

Auch als Motivator wäre momentan Torsten Frings sehr gefragt, doch der Nationalspieler wird frühestens in der kommenden Woche nach seiner Bänderverletzung im Knie wieder mit dem Training beginnen können. "Die Mannschaft ist auch mit Ausfällen gut genug für das Erreichen der nächsten Runde", ließ der 31-Jährige ausrichten, der bei der Reha in Donaustauf an seinem Comeback arbeitet.

Nicht zur Verfügung stehen werden bei den Platzherren der Finne Petri Pasanen (Rippenprellung), Baumann (Grippe) sowie im Angriff Ivan Klasnic (Oberschenkelzerrung). Bei den Schotten fehlt Daniel Cousin, der im Hinspiel einen Treffer erzielte und ein weiteres Tor vorbereitete, wegen eines Kieferbruchs. Auch den vor einer Woche noch gesperrten Jean-Claude Darcheville (Leistenprobleme) kann Teammanager Walter Smith wahrscheinlich nicht einsetzen.

© SID

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