Fußball Uefa-Cup: Werder wankt ins Achtelfinale

Fußball Uefa-Cup
Werder wankt ins Achtelfinale

Werder Bremen hat trotz einer 1:3 (1:1)-Niederlage bei Ajax Amsterdam das Achtelfinale des Uefa-Pokals erreicht. Hugo Almeida erzielte schon in der 13. Minute das wichtige Auswärtstor für den Bundesligisten.

Werder Bremen steckt trotz seines überaus glücklichen Einzugs ins Uefa-Pokal-Achtelfinale weiter in der Krise. Bei der 1:3 (1:1)-Niederlage im Drittrunden-Rückspiel bei Ajax Amsterdam mussten sich die Hanseaten bei ihrem überragenden Torhüter Tim Wiese bedanken, dass sie den 3:0-Vorsprung aus dem Hinspiel nicht noch verspielten und jetzt am 8. und 15. März gegen Celta Vigo um den Einzug in die Runde der besten Acht kämpfen können.

Mit der vor allem in der zweiten Halbzeit lustlosen Vorstellung sammelten die Bremer kein Selbstvertrauen für die Jagd auf Bundesliga-Spitzenreiter Schalke 04. Vom Glanz der Hinrunde und der Klasse-Spiele in der Champions League war aber wie bei den drei Niederlagen zuletzt in der Bundesliga kaum etwas zu sehen.

Zehn Minuten musste Werder wirklich zittern, nachdem Leonardo schon in der 3. Minute das 1:0 für Ajax gelang. Der Ausgleichstreffer von Hugo Almeida (13.), das erste Bremer Stürmertor im der laufenden Europacup-Saison, stellte danach aber früh scheinbar die Weichen zugunsten des Teams von Trainer Thomas Schaaf.

Dessen Spieler nahmen jedoch in der zweiten Halbzeit zu sehr das Tempo aus dem Spiel und wollten das Ergebnis nur noch verwalten. Die beiden Ajax-Treffer von Klaas Jan Huntelaar (60.) und Ryan Babel (74.) waren die Quittung. Wiese verhinderte danach mit vielen Glanzparaden, dass sein Team in der Schlussphase noch einmal wirklich ins Straucheln geriet.

Auch Bundesliga-Torschützenkönig Miroslav Klose sucht weiterhin nach seiner Form. Über weite Strecke blieb der Nationalstürmer blaß und wartet jetzt im Europacup schon seit 908 Minuten auf einen Treffer. Lediglich bei einem Pass auf Almeida in der 29. Minute blitzte seine Klasse auf. Aber Almeida vergab auch diese Chance, eine von vier hochkarätigen Gelegenheiten zu seinem zweiten Tor.

Vor nur etwa 30 000 Zuschauern in der Amsterdamarena war der niederländische Rekordmeister von Anpfiff weg bemüht, die peinliche Leistung aus der zweiten Halbzeit des Hinspiels vergessen zu lassen. Die ohne sieben Stars, darunter Edgar Davids, angetretenen Gastgeber drängten die Bremer mit schnellem Kombinationsfußball direkt in die Defensive und wurden auch früh belohnt. Bereits nach drei Minuten unterlief Nationalspieler Per Mertesacker ein kapitaler Schnitzer: Beim Versuch zu klären traf der Innenverteidiger den Ball nicht richtig, der Brasilianer Leonardo nahm das Geschenk an und ließ Wiese keine Chance.

Zehn Minuten später ließ Tim Borowski auf der rechten Seite Roger wie einen Anfänger stehen, passte den Ball scharf nach innen, und Hugo Almeida schob den Ball aus abseitsverdächtiger Position zum 1:1 über die Linie. Drei Minuten später verhinderte Wome auf der eigenen Torlinie einen erneuten Rückstand.

Werder-Trainer Thomas Schaaf musste in Amsterdam auf Nationalspieler Clemens Fritz verzichten, der sich am Mittwoch im Abschlusstraining verletzt hatte. Für ihn spielte der Finne Petri Pasanen rechts in der Viererabwehrkette.

Drei Minuten vor der Pause hatte Huntelaar für Ajax die Chance zur erneuten Führung, verfehlte aber aus zehn Metern das Bremer Tor.

Nach einer Stunde ging Ajax aber doch wieder in Führung. Der agile Ryan Babel ließ auf der linken Seite die beiden schwächsten Bremer an diesem Tage, Pasanen und Mertesacker aussteigen, und seine Hereingabe verwertete Huntelaar in Torjägermanier aus der Drehung zum 2:1. Wenige Minuten zuvor hatte Wiese zweimal gegen Sneijder und Babel geklärt.

© SID

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