Fußball Uefa-Cup
"Wölfe" hoffen gegen Heerenveen auf guten Start

Der VfL Wolfsburg startet heute gegen den SC Heerenveen in die Uefa-Cup-Gruppenphase. Dabei bangen die Niedersachsen um den Einsatz von Spielmacher Zvjezdan Misimovic.

Eine verhärtete Wade trübt die Vorfreude des VfL Wolfsburg auf die Premiere in der Uefa-Cup-Gruppenphase. Vor dem ersten Auftritt der "Wölfe" heute (19.45 Uhr/live im DSF) gegen den niederländischen Ehrendivisionär SC Heerenveen ist der Einsatz von Spielmacher Zvjezdan Misimovic gefährdet, und ein Ausfall des Bosniers würde schwer wiegen. Denn ein Ersatz für den Mittelfeldregisseur fehlt den Niedersachsen, was nach Misimovics Verletzungsaus im Punktspiel bei Bayer Leverkusen (0:2) am letzten Bundesligaspieltag deutlich wurde.

Vor dem Wolfsburger Auftaktspiel in der Gruppe E ist daher die medizinische Abteilung gefragt, die Misimovics Einsatz kurzfristig noch möglich machen soll. "Wir tun alles, damit er spielen kann", sagt Mannschaftsarzt Andreas Herbst, der dem 26-Jährigen eine mehrtägige Trainingspause verschrieben hatte. VfL-Trainer Felix Magath will sich die Option auf seinen zentralen Mittelfeldspieler jedenfalls so lange wie möglich offen halten: "Er kann auch in einem nicht ganz optimalen körperlichen Zustand spielen, weil er nicht so sehr von der Kraft lebt wie andere Spieler."

Keine echten Alternativen

Echte Alternativen gibt es eigentlich nicht. Der Japaner Makoto Hasebe, der Misimovics Rolle nach dessen Auswechslung in Leverkusen übernahm, ist auf der Position eindeutig überfordert. "Hasebe konnte die Rolle nicht ausfüllen", räumt auch Magath ein. Darüberhinaus ist dem Coach nach dem Abgang des langjährigen Wolfsburger Spielmachers Marcelinho im Sommer nur noch Ashkan Dejagah für das offensive Mittelfeld geblieben, dessen Qualitäten allerdings eher auf der Außenbahn liegen.

Unabhängig vom Einsatz Misimovics sieht Magath sein Team gegen den aktuellen Tabellen-Neunten aus den Niederlanden im Vorteil. "Es ist keine leichte, aber durchaus machbare Aufgabe. Heerenveen verfügt über ein gutes Offensivpotenzial, hat aber eine löchrige Abwehr", so der 55-Jährige. Den 21 erzielten Treffern stehen beim Team des norwegischen Trainers Trond Sollied bereits 20 Gegentore in neun Ligaspielen gegenüber. "Wir wollen dieses Spiel gewinnen, um uns eine gute Ausgangsposition für die kommenden Aufgaben zu schaffen", sagt Magath.

Allerdings wird der Gegner alles daransetzen, die zweite Niederlage am zweiten Spieltag der Gruppenphase zu vermeiden. Denn eine weitere Pleite nach der 1:3-Heimschlappe vor zwei Wochen gegen den AC Mailand würde die Hoffnungen des Klubs auf ein Weiterkommen noch einmal deutlich schmälern.

Dagegen will der VfL vor allem vor heimischen Publikum den Grundstein für das Erreichen der Runde der letzen 32 legen. "Wichtig sind vor allem die Heimspiele - die sollte man möglichst gewinnen", meint Magath, dessen Team auch noch den Premier-League-Klub FC Portsmouth in Wolfsburg empfängt (4. Dezember). Auswärts müssen die "Wölfe" indes bei Sporting Braga (27. November) und in Mailand (17. Dezember) antreten.

© SID

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