Fußball Uefa
Gespanntes Warten auf Entscheidung von Johansson

Franz Beckenbauer kommt nicht zur Ruhe. Kaum ist die WM beendet, steht die nächste Entscheidung an: Am Dienstag wird Lennart Johansson wohl erklären, ob er 2007 als Uefa-Präsident kandidiert oder seinen Platz räumt.

Der Stress findet für Franz Beckenbauer kein Ende. Zwei Tage nach dem Ende der WM kann schon am Dienstag eine auch für den "Kaiser" wichtige Personalentscheidung fallen. Auf einer Exekutiv-Sitzung der Europäischen Fußball-Union (Uefa) in Berlin wird erwartet, dass sich Präsident Lennart Johansson endgültig erklären wird: Tritt der 76-jährige Schwede auf dem Uefa-Kongress im Februar 2007 nochmals an, oder räumt er seinen Platz?

Eine Kandidatur für den Uefa-Vorsitz hatte WM-OK-Präsident Beckenbauer immer an die Bedingung geknüpft, dass Johansson nicht mehr kandidiert. Sicher ist, dass Frankreichs Idol Michel Platini so oder so antreten wird - entweder gegen Amtsinhaber Johansson oder gegen Beckenbauer oder andere Kandidaten. In Berlin auf eine mögliche Entscheidung Johanssons am Dienstag angesprochen, wollte Platini keine Stellung nehmen. Er hat seine Ambitionen auf die Uefa-Präsidentschaft schon seit geraumer Zeit öffentlich gemacht.

Noch Platz in der "Regierung" des Fußballs

Die zweite Option von Fußball-"Kaiser" Beckenbauer wäre ein Platz in der Exekutive des Weltverbandes. Fifa-Präsident Joseph S. Blatter würde es gerne sehen, wenn in der Person Beckenbauer ein weiterer prominenter Fußballer in die "Regierung" des Fußballs aufrücken würde.

Beckenbauer will indes Blatter keinesfalls den Posten als Fifa-Boss streitig machen. "Zum einen habe ich die Zeit dafür nicht, und zum anderen muss ein Fifa-Präsident mehrsprachig sein. Ich spreche ein bisschen Deutsch und Bayerisch und ein paar Brocken Englisch. Das würde nicht reichen. Das muss so ein Genie wie Joseph Blatter machen, der fünf oder sechs Sprachen fließend beherrscht", sagte er im Verlauf der WM launig.

Beckenbauer weiß allerdings auch, dass es für den deutschen Fußball von richtungweisender Bedeutung sein wird, in Fifa- und Uefa-Exekutiv-Komitee auch künftig vertreten zu sein. Im Augenblick vertritt DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder (73) in beiden Gremien die deutschen Interessen.

© SID

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