Fußball Uefa
HSV-Spiel im Europacup angeblich unter Verdacht

Im Zusammenhang mit den Diskussionen um einen drohenden Wettskandal wegen manipulierter Fußballspiele in Europa ist angeblich die Partie des HSV in der Uefa-Cup-Qualifikation gegen Honved Budapest unter Verdacht geraten.

Im Zuge der Diskussionen um einen drohenden Wettskandal wegen manipulierter Fußballspiele in Europa ist nun auch ein Spiel mit deutscher Beteiligung unter Verdacht geraten. Angeblich soll die Partie des Hamburger SV in der Uefa-Cup-Qualifikation gegen Honved Budapest (0:4) vom 30. August 2007 in den Fokus der Ermittler gerückt sein.

Nach Informationen des Tagesspiegel in Berlin sei vor der Partie viel Geld auf einen hohen Sieg des HSV gewettet worden. Auffällig sei, dass ein skurriles Eigentor der Ungarn zum klaren Erfolg des HSV beigetragen habe. "Londoner Buchmacher alarmierten die Uefa, die Ermittlungen ergaben aber keine Erkenntnisse", schreibt die Zeitung. Der HSV hatte das Rückspiel gegen Budapest mit 4:0 durch Tore von Paolo Guerrero (10./39.) und Choupo-Moting (90.) sowie durch ein Eigentor von Mico Smiljanic (50.) gewonnen und war nach dem 0:0 im Hinspiel in die 1. Runde des Uefa-Cups eingezogen.

"Die Disziplinar-Abteilung der Uefa untersucht zurzeit einige Spiele. Ob eine deutsche Mannschaft dabei ist, kann ich nicht sagen", meinte ein Sprecher der Europäischen Fußball-Union (Uefa) am Donnerstag. Nur für die Partie aus der Uefa-Cup-Qualifikation zwischen Chemo More Varna (Bulgarien) und Makedonija Skopje (Mazedonien) bestätigte der Sprecher Ermittlungen.

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hatte am vergangenen Wochenende eingeräumt, dass sie der europäischen Polizeibehörde Europol eine Liste mit 15 vermeintlich manipulierten Partien zur Untersuchung übergeben habe. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins Spiegel stünden sogar 26 Spiele im Fokus. Im Einzelnen handele es sich dabei um zwölf Qualifikationsspiele für den Uefa-Cup, acht UI-Cup-Spiele, drei Qualifikationsspiele für die Champions League, zwei Uefa-Cup-Spiele und ein Qualifikationsspiel für die EM 2008.

Zu Auffälligkeiten soll es laut Tagesspiegel auch im Erstrundenspiel des UI-Cups zwischen Slavia Sarajevo und St. Julia (Andorra) gekommen sein. Der Fußball-Zwerg St. Julia verlor beide Spiele zwar mit 2:3, erzielte aber dabei eine ungewohnt hohe Torausbeute. Wettanbieter sollen diese Partie aus dem Programm genommen haben. Nach Einschätzung eines Berliner Profiwetters gab es auch auffällige Kursverläufe vor dem Auswärtsspiel von Sarajevo in der zweiten Runde des UI-Cups bei Otelul Galati (Rumänien) sowie beim Spiel in der ersten Runde des UI-Cups zwischen Tobol (Kasachstan) gegen Zestatoni (Georgien). Zudem soll es bei den Partien Robotnicki (Mazedonien) gegen Mostar (Bosnien) und Haifa gegen Bistricia (Rumänien) im UI-Cup nicht korrekt zugegangen sein.

© SID

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