Fußball Uefa: Johansson fürchtet Streit um Uefa-Präsidentschaft

Fußball Uefa
Johansson fürchtet Streit um Uefa-Präsidentschaft

Lennart Johansson, amtierender Uefa-Präsident, fürchtet, dass sein Lebenswerk im Zuge von Machtkämpfen um seine Nachfolge zerstört werden könnte. Deshalb will der 75-Jährige versuchen, dass nur ein Kandidat antritt.

Der amtierende Uefa-Präsident Lennart Johansson will in den Streit um seine Nachfolge eingreifen. Der Schwede versucht eine Kampfabstimmung zwischen Deutschlands Fußball-Lichtgestalt Franz Beckenbauer und Frankreichs Idol Michel Platini zu verhindern. "Er will sich sein Lebenswerk nicht durch mögliche Grabenkämpfe zerstören lassen. Johansson wird versuchen, dass nur ein Kandidat antritt", sagte der Generaldirektor der Europäischen Fußball-Union (Uefa), der Schwede Lars-Christer Olsson, auf dem Anti-Rassismus-Kongress in Barcelona im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Noch ist allerdings nicht sicher, ob "Kaiser" Beckenbauer sich überhaupt um den Posten als Uefa-Boss bewerben wird. Lediglich Platini hat bereits seine Kandidatur offiziell angekündigt. Olsson: "Ich gehe davon aus, dass es noch weitere Bewerbungen um die Uefa-Präsidentschaft aus Verbandskreisen geben wird."

Johansson erwägt, bei Mehrfachbewerbung erneut anzutreten

Olsson kann sich vorstellen, dass sein Landsmann Johansson im Fall einer drohenden Kampfabstimmung um seine Nachfolge selbst erneut antreten wird. "Wenn es keine Einigung geben sollte, wäre es vorstellbar, dass sich Johansson nochmals für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stellt", erklärte Olsson, die "rechte Hand" des Uefa-Chefs.

Seit 1990 steht der 75-jährige Johansson, ein enger Freund von DFB-Ehrenpräsident Egidius Braun, an der Spitze des europäischen Kontinentalverbandes. 1998 hatte sich der Skandinavier um das Amt des Fifa-Präsidenten beworben. Beim Kongress des Weltverbandes in Paris hatte er jedoch in einer Kampfabstimmung gegen den Schweizer Joseph S. Blatter keine Chance.

Johansson hatte unlängst in einem Interview mit der griechischen Wochenzeitung K seinen Abschied für 2007 angekündigt. "Ich glaube, dass die Zeit gekommen ist, aufzuhören und einem anderen meinen Posten zu übergeben", sagte der Schwede: "Es ist Zeit für mich, angeln zu gehen."

© SID

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