Fußball Uefa
"MV" will Fußball reformieren

Uefa-Vize-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder sieht Reformbedarf in einigen europäischen Fußball-Wettbewerben. Seinem Willen nach soll der Uefa-Cup aufgewertet und die EM-Qualifikationsgruppen verkleinert werden.

Gerhard Mayer-Vorfelder macht sich Gedanken über eine Reform in einigen europäischen Wettbewerben. Dem 74 Jahre alten ehemalige Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) schweben kleinere EM-Qualifikationsgruppen und eine Aufwertung des Uefa-Cups vor. Außerdem plädiert er für die Beibehaltung einer Europameistermeisterschaft mit 16 Teilnehmern und spricht sich gegen eine Aufstockung auf 24 Mannschaften aus.

"Man macht mehr, aber kleinere Qualifikationsgruppen mit vier Mannschaften. Wichtig ist nur, dass man am Ende auf 16 EM-Teilnehmer kommt", sagte "MV" in der Sport Bild und machte aus seiner Ablehnung einer Euro mit 24 Teams kein Geheimnis: "Wenn von 53 Uefa-Mitgliedsverbänden beinahe die Hälfte bei der EM mitspielen darf, dann braucht man eigentlich keine Qualifikation mehr, da kann man gleich alle mitspielen lassen."

Keine "Absteiger" mehr aus der Champions League in den Uefa-Cup

Ansatzpunkte für Reformen sieht Mayer-Vorfelder aber vor allem bei der Champions League. "Warum darf ein Verein, der aus der Champions League ausscheidet, im Uefa-Cup aufgefangen werden? So wird der Uefa-Cup ungeheuer abgewertet. Meine Meinung ist: Wer aus der Champions League ausscheidet, sollte auch nicht mehr im Uefa-Cup mitspielen dürfen", erklärte der bis 2009 als Uefa-Vize im Exekutiv-Komitee des europäischen Kontinentalverbandes vertretene Stuttgarter.

Er unterstützt auch den französischen Uefa-Boss Michel Platini in dessen Ansinnen, die Anzahl der Champions-League-Startplätze für die Top-Nationen von vier auf maximal drei zu reduzieren: "Michel Platini hat meine Unterstützung. Die Champions League ist eine Geldmaschine, die dazu geführt hat, dass die Ligen aufgespaltet werden in die Vereine, die immer oben sind, und die Klubs, die krampfhaft versuchen, oben ranzukommen. Und der Rest ist froh, wenn er in der ersten Liga spielt. Die Wettbewerbsgleichheit ist gewaltig durcheinandergebracht."

© SID

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