Fußball Uefa
Platini bedankt sich bei Armenien und der Türkei

Uefa-Präsident Michel Platini lobte die Türkei sowie Armenien anlässlich ihres Aufeinandertreffens: Fußball biete so eine Chance für die Annäherung der Menschen beider Nationen.

Uefa-Präsident Michel Platini hat sich bei der Türkei und Armenien dafür bedankt, dass das brisante WM-Qualifikationsspiel am vergangenen Samstag ohne Zwischenfälle über die Bühne gebracht wurde. Das Fußballspiel habe sogar einen Beitrag dazu geleistet, das Verhältnis der beiden Länder zu normalisieren.

"Ich möchte die Gelegenheit nutzen, den beiden Verbänden und den Spielern zu danken. Was der Sport bewirken kann, haben beide Mannschaft eindrucksvoll bewiesen und eine hoffnungsvolle Botschaft übermittelt - und diese Region sehnt sich nach solchen Botschaften", erklärte der Chef der Europäischen Fußball-Union am Montag.

Platini unterstrich die Bedeutung dieses Spiels, das der EM-Halbfinalist Türkei in Jeriwan mit 2:0 für sich entschied. "Fußball ist unsere Welt. Deshalb ist es nicht unsere Aufgabe, den Stand der Dinge zu analysieren. Man muss jedoch betonen, dass der Fußballsport einmal mehr die Menschen einander näher gebracht hat. Zum ersten Mal hat ein Staatschef der Türkei Armenien besucht. Die türkische Nationalhymne wurde in Jeriwan respektiert. Auf beiden Seiten gab es große Gefühlsregungen, und meine Repräsentanten in Jeriwan haben mir mitgeteilt, dass die Partie vorbildlich über die Bühne ging."

Das Verhältnis beider Nationen ist aufgrund des Massakers an der armenischen Bevölkerung im Osmanischen Reich 1915 stark belastet. Daher unterhalten beide Länder auch keine diplomatischen Beziehungen. Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül nutzte die Gelegenheit und nahm am Samstag Konsultationen mit Jeriwan am Rande des Spiels auf.

© SID

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