Fußball Uefa
Platini rudert in Sachen Champions League zurück

Michel Platini hat bei seinen angedachten Reformen zur Uefa Champions League ordentlich zurückgerudert. Der Franzose nahm Abstand von seinem Plan, die Gruppenphase abschaffen zu wollen.

Die Gruppenphase in der Champions League für Michel Platini doch einen gewissen Reiz. Der Franzose, der im kommenden Jahr ein Kandidat für die Präsidentschaft in der Europäischen Fußball-Union (Uefa) sein wird, distanzierte sich in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters von seinen Äußerungen, im Falle seiner Wahl den Gruppenmodus in der Königsklasse abschaffen zu wollen.

"Ich würde die Champions League nicht verändern", sagte der dreimalige Fußballer des Jahres von Europa: "Ich würde das gleiche Grundformat beibehalten. Nur bei der Qualifikation würde ich einige Änderungen vornehmen." England, Spanien und Italien seien mit vier Teams zu stark repräsentiert. "Mein Problem ist, dass es zu wenige Vertreter kleinerer Verbände gibt. Sie brauchen diese Spiele auch, um sich weiterentwickeln zu können."

Platini will auch gegen Johansson antreten

Platini, derzeit Mitglied der Exekutiv-Komitees der Uefa und des Weltverbands Fifa, versprach jedoch, in keinem Fall einen Alleingang bei möglichen Änderungen zu planen.

Dagegen bestätigte er, auch im Falle einer weiteren Kandidatur von Amtsinhaber Lennart Johansson 2007 in Düsseldorf antreten zu wollen. 2002 hatte der Europameister von 1984 seine Bewerbung noch zu Gunsten des Schweden zurückgezogen. Es gebe jedoch eine Abmachung zwischen den beiden, bis nach Ende der WM (9. Juni bis 9. Juli) keinerlei Wahlkampf zu führen, so Platini. Der deutsche WM-OK-Chef Franz Beckenbauer hat sich noch nicht entschieden, ob er sich 2007 um den Uefa-Vorsitz bewerben wird.

© SID

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