Fußball Uefa
Platini will mit eigener Philosophie siegen

Der Präsidentschafts-Wahl in der Europäischen Fußball-Union (Uefa) sieht Herausforderer Michel Platini optimistisch entgegen. Der ehemalige französische Weltklassespieler tritt gegen Amtsinhaber Lennart Johansson an.

Gut gerüstet sich sich Frankreichs Fußball-Idol Michel Platini für die Präsidentschafts-Wahl in der Europäischen Fußball-Union (Uefa) auf dem Kongress am 25./26. Januar 2007 in Düsseldorf. "Ich bin sehr zuversichtlich. So wie ein Trainer, der alles in seiner Macht stehende getan hat und nun darauf wartet, dass seine Spieler entsprechend auf dem Platz agieren", sagte der Europameister von 1984 in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Platini tritt als Herausforderer gegen den seit 1990 im Amt befindlichen Schweden Lennart Johansson (77) an und kündigt bei einem Wahlsieg einschneidende Reformen an.

"Ich habe eine ganz bestimmte Philosophie. Es gibt einige Dinge, die im Interesse des Fußballs geändert werden müssen", sagte Europas Fußballer der Jahre 1983 bis 1985. So könne Platini sich vorstellen, bei der Champions-League-Qualifikation Änderungen vorzunehmen, da die großen Fußball-Nationen England, Spanien und Italien mit vier Teams zu stark repräsentiert seien.

Zudem deutete Platini an, den zum Teil millionenschweren Verpflichtungen von Talenten bereits im frühen Jugendalter einen Riegel vorzuschieben: "Wir sollten die Transfers jüngerer Spieler mehr kontrollieren. Ich kann nicht tolerieren, dass junge Talente nur trainiert werden, um irgendwann verkauft zu werden, ohne dass sie jemals ein Spiel für ihren Klub gemacht haben."

Platini ist ein "Fußball-Romantiker"

Der 51-Jährige bestätigte außerdem seinen Ruf als Fußball-Romantiker. Er wolle lieber mit Vereins-Verantwortlichen zusammenarbeiten, die von den Mitgliedern gewählt werden, als mit Hauptaktionären von börsennotierten Klubs. "Der Fußball hat bestimmte Werte, und die möchte ich aufrechterhalten, dafür will ich kämpfen. Und das geht am besten, wenn ich als Präsident gewählt werde", sagte der frühere Mittelfeldstar.

Seinem Widersacher Johansson, dem Platini im November noch fehlende Präsenz im Hauptquartier der europäischen Konföderation in Nyon vorgeworfen hatte, will der Franzose bei einem für ihn positiven Wahlausgang zum Ehrenpräsidenten ernennen, sofern dieser einwilligt.

© SID

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