Fußball Uefa
Uefa ändert Reglement zur WM-Qualifikation

Das Uefa Exekutiv-Komitee hat sich in Heerenveen (Niederlande) für kleinere Gruppen und Play-offs zur Qualifikation für die WM-Endrunde 2010 entschieden. Die Frage nach dem Champions-League-Kontingent blieb offen.

Die Uefa hat das Reglement zur Qualifikation für die WM-Endrunde 2010 geändert.Die deutsche Nationalmannschaft muss auf dem Weg nach Südafrika bis zu zwölf Qualifikationsspiele bestreiten. Das Exekutiv-Komitee (Exko) der Europäischen Fußball-Union beschloss auf seiner Sitzung im niederländischen Heerenveen Uefa eine kontinentale Ausscheidung mit acht Sechser- und einer Fünfer-Gruppe. Die neun Gruppensieger sind bei der WM dabei. Um die vier restlichen Plätze für Europa kämpfen die acht besten Gruppenzweiten in einer Play-off-Runde.

Außerdem beschloss das Exko mit Uefa-Präsident Michel Platini (Frankreich) und dem deutschen "Vize" Gerhard Mayer-Vorfelder (Stuttgart) für die EM 2008 in Österreich und der Schweiz die Einführung von Bluttests bei allen 31 Spielen sowie im Training der 16 teilnehmenden Mannschaften. Offen blieb die Frage nach den nationalen Kontingenten in der Champions League.

Champions-League-Kontingent weiter offen

Die Rückkehr zu kleineren Gruppen in der WM-Qualifikation bezeichnete Platini als Fortschritt. "Ich halte das für eine gute Lösung. Mit dem vorherigen Format war ich wegen der großen Gruppen mit bis zu acht Mannschaften nicht einverstanden. Das Modell mit den kleineren Gruppen ist mit den Vereinen abgestimmt und wichtig für die weitere Gestaltung des internationalen Spielkalenders", erklärte der Europameister von 1984.

Ob die Bundesliga in der Champions League auch ab 2009 bis zu vier Plätze erhält, ist noch fraglich. "Das Format mit 32 Mannschaften in acht Vierer-Gruppen wird bleiben", sagte Platini und ergänzte auf sid-Anfrage: "In der Zugangsliste werden einige kleinere Veränderungen vorgenommen. Meine Vorschläge dazu werde ich Ende August beim Supercup in Monaco vorstellen. Mehr kann ich dazu noch nicht sagen."

Platini gilt als Befürworter von weniger Mannschaften aus einem Land in der europäischen Königsklasse. Der Einsatz für mehr Klubs aus kleineren Nationen in der Beletage des europäischen Fußballs war eines von Platinis wichtigsten Versprechen vor seiner Wahl zum Uefa-Chef im vergangenen Januar in Düsseldorf.

Uefa setzt sich gegen Rassismus ein

Der ehemalige Weltklasse-Spieler unterstrich in Heerenveen erneut die kompromisslose Haltung seines Verbandes gegenüber Rassismus und Gewalt im Fußball. "In diesen Fällen sind wir Verfechter der Null-Toleranz-Politik. Im Kampf gegen Gewalt und Rassismus kann man auf uns zählen. Es gibt Fans, die wollen wir im Stadion nicht mehr tolerieren und auch nicht mehr sehen", sagte Platini: "Wir stellen uns der Verantwortung."

Die Uefa hatte bereits am Freitag ein deutliches Zeichen gegen Rassismus in den Stadien gesetzt. Beginnend mit dem Endspiel der U21-Europameisterschaft zwischen den Niederlanden und Serbien am Samstag in Groningen werden künftig alle Partien sofort abgebrochen, wenn Fans die Spieler mit rassistischen Gesängen beleidigen.

© SID

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