Fußball Uefa
Uefa droht bei Rassismus mit Spielabbrüchen

Die Uefa will in Zukunft Spielabbrüche wegen rassistischer Fangesänge möglich machen. "Bei Rassismus auf den Rängen muss man Mut beweisen", sagte Uefa Präsident Michel Platini.

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) will in Zukunft bei rassistischen Vorfällen hart vorgehen und schließt Spielabbrüche nicht aus. "Wir wollen, dass bei rassistischen Rufen das Spiel zehn Minuten unterbrochen wird und es im Stadion klare Durchsagen gibt. Sollten sich die Schmährufe anschließend fortsetzen, wird die Begegnung abgebrochen", sagte Uefa-Präsident Michel Platini auf einer Pressekonferenz am Dienstag. "Bei Rassismus auf den Rängen muss man Mut beweisen. Das ist der Auftrag der Uefa", meinte der Franzose.

Erst am Montag war Italiens Rekordmeister Juventus Turin wegen rassistischer Gesänge seiner Anhänger vom italienischen Fußballverband verurteilt worden, ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit auszutragen. Rowdys hatten am Samstag beim Serie-A-Spiel Juventus gegen Inter Mailand (1:1) den dunkelhäutigen Inter-Spieler Mario Balotelli mit rassistischen Gesängen beleidigt. Die Begegnung war jedoch nicht abgebrochen worden.

© SID

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