Fußball Uefa
Uefa ermittelt in Estland

Die Europäische Fußball-Union hat ein Video des Uefa-Cup-Qualifikationsspiels zwischen Helsingborgs IF und JK Trans Narva aus Estland (6:0) angefordert. Wettkunden in Asien sollen damit 1,4 Mill. Euro verdient haben.

Wie schwedische Medien berichten, stehen Spieler des estnischen Klubs JK Trans Narva unter Verdacht, das Uefa-Cup-Qualifikationsspiel bei Helsingborgs IF am 19. Juli manipuliert zu haben. Die Balten hatten das Duell 0:6 verloren. Angeblich hätten die Esten absichtlich so hoch verloren.

Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel hatte am Montag berichtet, dass die Europäische Fußball-Union (Uefa) der europäischen Polizeibehörde Europol eine Liste mit vermeintlich manipulierten Partien zur Untersuchung übergeben habe. Es soll sich dabei ausnahmslos um Spiele handeln, die auf europäischer Ebene ausgetragen wurden.

Wetten auf Sieg mit mehr als drei Toren Differenz

Helsingborgs Dagblad berichtet, dass die Uefa Verdacht geschöpft habe, nachdem festgestellt worden war, dass Wettkunden in Asien an dem Spiel im schwedischen Helsingborg rund 1,4 Mill. Euro verdient hatten. Es wurden große Summen auf einen Sieg mit mehr als drei Toren Differenz gesetzt, als es nach 25 Minuten immer noch 0:0 gestanden hatte. Im Rückspiel hatten die Schweden 3:0 gewonnen.

Nach Angaben der Zeitung Dagens Nyheter laufen derzeit auch Ermittlungen bezüglich der UI-Cup-Begegnungen Tvmk Tallinn/Estland - FC Honka Espoo/Finnland, Tschernomore Warna/Bulgarien - Makedonija Skopje/Mazedonien sowie des Uefa-Cup-Qualifikationsspiels KS Besa Kavaje/Albanien - FK Bazanija/Serbien.

Helsingborgs Klub-Präsident Paul Myllenberg erklärte, dass die Uefa eine Video-Aufzeichnung des 6:0-Kantersiegs angefordert und auch erhalten habe. Der schwedische Verein wies allerdings jegliche Beteiligung an den mutmaßlichen Manipulationen zurück.

Dem Spiegel zufolge stehen insgesamt 26 Spiele, zwölf Qualifikationsspiele für den Uefa-Cup, acht UI-Cup-Spiele, drei Qualifikationsspiele für die Champions League, zwei Uefa-Cup-Spiele und ein Qualifikationsspiel für die EM 2008 auf der genannten Liste. 15 der Begegnungen fanden in der laufenden Saison statt, elf weitere sollen der Uefa bereits zwischen Juli 2005 und November 2006 in Folge von Wettüberwachern gemeldet worden sein.

Die überwältigende Mehrheit der Vereine, denen Manipulationen unterstellt werden, sollen aus Ost- und Südosteuropa kommen. Es soll sich dabei um Klubs aus Bulgarien, Georgien, Serbien, Kroatien und dem Baltikum handeln.

© SID

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