Fußball Uefa
Uefa-Treffen bleibt wohl ohne neue Erkenntnisse

Beim Treffen der Uefa wird es laut DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach wohl keine neuen Informationen zum europäischen Wett- und Manipulationsskandal geben.

DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach rechnet beim brisanten Treffen der neun vom Wettskandal betroffenen Nationalverbände am Mittwoch in der Zentrale der Europäischen Fußball-Union (Uefa) im schweizerischen Nyon nicht mit weiteren Enthüllungen. "Das Treffen mit der Uefa wird dazu dienen, alle neun betroffenen Nationalverbände auf einen gemeinsamen Informationsstand zu bringen. Ob sich neue Fakten ergeben, die über die bisher veröffentlichen Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft Bochum hinausgehen, glaube ich eher nicht", sagte Niersbach am Dienstag dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Niersbach wird als Vertreter des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Mittwoch gemeinsam mit Robert Weise, DFB-Abteilungsleiter Sportgerichtsbarkeit, zur Krisensitzung nach Nyon reisen. Die mit Spannung erwartete Sitzung mit den weiteren acht betroffenen Verbänden wird laut Niersbach ergeben, "ob wir vielleicht einen Maßnahmenkatalog verabreden".

Beteiligte Spieler bleiben weiter anonym

Wegen der laufenden Ermittlungen hat die Bochumer Staatsanwaltschaft bislang keine Namen von beteiligten Spielern oder Schiedsrichtern bekannt gegeben. Bislang stehen alleine im Jahr 2009 in Deutschland 32 Spiele von der 2. Bundesliga abwärts unter Manipulationsverdacht. Nach Angaben der leitenden Staatsanwaltschaft Bochum ist das aber erst die "Spitze des Eisbergs".

In sechs europäischen Ländern sind Erstligaspiele betroffen, zudem sollen zwölf Partien der Europa League sowie drei Champions-League-Spiele verschoben worden sein. Insgesamt stehen mehr als 200 Spiele in neun Ländern unter Manipulationsverdacht. Neben den bislang betroffenen Nationen Deutschland, Belgien, Schweiz, Kroatien, Slowenien, die Türkei, Ungarn, Bosnien-Herzegowina und Österreich sollen jedoch auch Italien und Griechenland von dem Skandal berührt sein.

"Das ist zweifellos der größte Betrugsskandal, den es im europäischen Fußball jemals gegeben hat", sagte Peter Limacher, Leiter der Disziplinarabteilung der Europäischen Fußball-Union (Uefa). Da Spiele der aktuellen Europapokal-Saison betroffen sind, sind Konsequenzen für den laufenden Spielbetrieb möglich. Auch darüber wird die Uefa am Mittwoch beraten müssen.

© SID

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