Fußball Uefa
Zentralvermarktung der Uefa schwächt Bundesliga

Durch den Ausbau der Zentralvermarktung durch die Uefa werden die Bundesliga-Vereine in Zukunft nicht mehr ihre Partien im Uefa-Pokal oder der Champions-League-Qualifikation selber an TV-Sender verkaufen können.

Auf eine verstärkte Zentralvermarktung wird die Europäische Fußball-Union (Uefa) in Zukunft in der Champions League und im Uefa-Pokal setzen. Uefa-Präsident Michel Platini: "Das hilft vor allem Vereinen, deren Fernseh- und Marketing-Märkte schwach sind. Die ausgeweitete Zentralvermarktung ist ein Akt der Solidarität in der europäischen Fußball-Familie."

In der Champions-League greift die Zentralvermarktung ab 2009 schon in der letzten Qualifikationsrunde. Im Klartext: Während Werder Bremen die Fernseh- und Vermarktungsrechte für die Spiele gegen Dinamo Zagreb noch auf eigene Rechnung verkaufen durfte, ist das in Zukunft nicht mehr möglich - die Uefa (über ihre Marketing-Agentur Team) schließt die Verträge ab.

Auf Drängen der Klubs und Verbände aus den "kleinen" Ländern werden auch im Uefa-Pokal die Medienrechte (nicht die Vermarktungs-Rechte!) ab der Gruppenphase zentral vermarktet. Ein Verein wie Bayern München könnte also nicht mehr seine Heimspiele lukrativ an Pro7 verkaufen, sondern müsste den Handel mit den TV-Rechten der Uefa überlassen. Das zentrale Sponsoring im Uefa-Cup greift erst ab den K.o.-Spielen.

Außerdem führt die Uefa einen offiziellen Spielball ein, den alle Vereine für die 205 Spiele nutzen müssen. Die Ausschreibung beginnt in diesen Tagen. Ähnliche Gedanken gibt es auch bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) für die Bundesliga.

Die Entscheidungen sollen die Marken Champions League und Uefa-Pokal stärken. Sie sind ein herber Schlag ins Kontor bestehender Vermarktungs-Agenturen, die Verträge mit einzelnen Vereinen haben. Da diese Verträge manchmal sehr langfristig sind, zeichnen sich juristische Auseinandersetzungen zwischen Agenturen und Uefa oder Vereinen ab.

© SID

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