Fußball UI-Cup
Hertha bangt um nötigen Einzug in den Uefa-Cup

Heute tritt Hertha BSC Berlin im UI-Cup-Rückspiel beim FK Moskau an. Marcelinho, der kurz vor einem Wechsel in die Türkei steht, könnte dem Bundesligisten helfen, in den so dringend benötigten Uefa-Cup einzuziehen.

Abseits des Platzes geht es bei Hertha BSC Berlin derzeit hoch her. Vor allem die Eskapaden von Marcelinho binden die Aufmerksamkeit der sportlichen Leitung. Doch heute muss die Konzentration wieder auf das sportliche Geschehen auf dem Fußballfeld gerichtet werden. Denn der Bundesligist tritt dann zum UI-Cup-Rückspiel in Russland beim FK Moskau (17.30 Uhr/live in Eurosport) an. Nach dem 0:0 im Hinspiel benötigt Hertha zum Weiterkommen den ersten Treffer nach 564 torlosen Minuten auf internationalem Parkett.

"Für die Möglichkeit der Uefa-Pokal-Teilnahme haben wir ein Jahr lang gearbeitet. Im Moskau müssen wir unsere beste Leistung abrufen", appelliert Trainer Falko Götz an seine Profis. Die sind allerdings vom harten Trainingslager in Bad Waltersdorf, das erst am Freitag zu Ende ging, geschlaucht und dürften den letzten Grad an Spritzigkeit zwangsläufig vermissen lassen. Die Gastgeber hingegen befinden sich mitten im Liga-Alltag.

Angespannte Personalsituation bei Hertha

Zudem sind Kapitän Arne Friedrich und der brasilianische Nationalspieler Gilberto nach ihrer WM-Teilnahme noch im Urlaub und stehen nicht zur Verfügung. Jungstar Kevin Boateng fällt wegen einer Knieverletzung noch wochenlang aus. Dennoch bleibt Manager Dieter Hoeneß optimistisch. "Wir können in Moskau bestehen", sagt er. Immerhin wird Abwehrspieler Josip Simunic nach seinem verlängerten WM-Urlaub wieder spielen.

Der Vereinskasse täte die Perspektive auf Zusatzeinnahmen im Europapokal ohnehin gut. Die 49 Mill. Euro Verbindlichkeiten, die sich inzwischen angesammelt haben, schreien förmlich nach internationaler Präsenz.

Marcelinho vor Wechsel in die Türkei

Die Schlagzeilen der vergangenen Wochen bestimmte allerdings nicht der mögliche Sprung in den Uefa-Pokal. Thema Nummer eins waren die Eskapaden und der bevorstehende Wechsel von Marcelinho. "Es liegt ein konkretes Angebot vor", sagt Manager Hoeneß. Der türkische Erstligist Trabzonspor soll die Offerte abgegeben haben. Zska Moskau, Espanyol Barcelona und Olympiakos Piräus gelten als weitere Interessenten.

Hoeneß hatte zuletzt betont, dass die Zeichen auf Trennung stehen und ein Verbleib des 31-Jährigen eher unwahrscheinlich sei. Dennoch steht der Brasilianer im Kader für das UI-Cup-Spiel in der russischen Hauptstadt. Denn bei allem Ärger über Marcelinhos abermals verspätete Rückkehr aus dem Sommerurlaub von diesmal neun Tagen, die er noch immer mit grotesken Ausreden aller Art entschuldigt, bleibt der Mittelfeldspieler Herthas mit Abstand torgefährlichster Spieler. Das weiß auch Götz. "Er ist eine Option", sagt der Trainer. Möglicherweise ist es auch schon Marcelinhos letzter Auftritt im Hertha-Trikot.

© SID

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