Fußball UI-Cup
Hertha muss um Uefa-Cup-Teilnahme bangen

In der dritten Runde des UI-Cups hat Hertha BSC Berlin im Hinspiel gegen FK Moskau nur 0:0 gespielt. Im Rückspiel müssen sich die Herthaner somit steigern, um ihre Chancen auf den Uefa-Cup-Einzug zu wahren.

Bundesligist Herha BSC Berlin kann die erhofften Uefa-Cup-Mehreinnahmen noch lange nicht einplanen. In der der dritten Runde des UI-Cups kam der einzige deutsche Vertreter im Hinspiel gegen FK Moskau nicht über ein 0:0 hinaus. Das Rückspiel findet am kommenden Samstag in der russischen Hauptstadt statt, der Sieger zieht in die zweite und letzte Qualifikationsrunde des Uefa-Cups ein.

Ohne ihren skandalumwitterten Superstar Marcelinho trat die Hertha zu ihrem ersten Pflichstspiel der Saison 2006/07 an. Wegen Knieproblemen musste Coach Falko Götz zudem kurzfristig auf Kevin-Prince Boateng verzichten. Kapitän Arne Friedrich, der Brasilianer Gilberto und der Kroate Josip Simunic befinden sich ihrerseits noch im verlängerten WM-Urlaub.

Stattdessen spielte Andreas "Zecke" Neuendorf im zentralen Mittelfeld, auch Yildiray Bastürk stand in der Startaufstellung. Im Sturm liefen Marko Pantelic und Jugend-Nationalspieler Ashkan Dejagah auf, die Dreierkette in der Abwehr bestand aus Dick van Burik, Christopher Samba und Malik Fathi.

Gefährliche Moskowiter

Die Berliner agierten in der Offensive allerdings zu umständlich und ungenau, so dass die Moskauer Verteidigung in der ersten Halbzeit lediglich beim Schuss des Ungarn Pal Dardai (4.) in Bedrängnis geriet. Den Hertha-Profis waren die Strapazen des Trainingslagers in der Steiermark anzumerken. In einigen Situationen vernachlässigten sie die Rückwärtsbewegung, so dass sich für den Tabellen-Achten der russischen Liga einige gute Kontermöglichkeiten ergaben. So verhinderte Hertha-Torhüter Christian Fiedler mit zwei herrlichen Paraden gegen Roman Adamow (28.) sowie FK-Kapitän Radu Rebeja (33.) einen Rückstand seines Teams. In der letzten Minute der ersten Hälfte hatte Fiedler dagegen Glück, als ein Schuss von Dimitri Kirischenko nur um Zentimeter seinen Kasten verfehlte.

Im zweiten Spielabschnitt wurde Hertha von den Moskauern zunächst noch tiefer in die eigene Hälfte gedrängt und konnte nur mit viel Glück einige brenzlige Situationen direkt nach dem Wiederanpfiff überstehen. Mit zunehmender Spielzeit wurden die Berliner aber wieder aktiver, gefährlich wurde es aber nur nach Standards. So vergab Christopher Samba in der 61. Minute die bis dahin größte Hertha-Chance, als er freistehend mit dem Kopf nach einer Ecke scheiterte. Erneut Samba scheiterte kurz vor dem Abpfiff mit einem Kopfball.

Die Partie ging im Berliner Jahn-Sportpark vor nur 4 000 Zuschauern über die Bühne, da das Olympiastadion nach der Weltmeisterschaft noch gesperrt ist.

Trotz der dürftigen Vorstellung zeigte sich die sportliche Leitung der Hertha optimistisch. "Ich bin mit dem Ergebnis nicht unzufrieden. Das Beste an diesem Spiel ist, dass es Unentschieden ausgegangen ist. Moskau hatte einige gute Kontermöglichkeiten. Es war auch möglich, das Spiel zu verlieren. Das Resultat lässt uns aber noch alle Chancen offen. In einer Woche sind wir vom Trainingsstand wieder einen Schritt weiter", meinte Hertha-Trainer Falko Götz. Gäste-Coach Leonid Slutski sagte: "Wir haben hart arbeiten müssen, Hertha ist eine europäische Spitzenmannschaft. Beide Teams müssen nun in Moskau auf Sieg spielen."

Europäische Topklubs mit Aussetzern

Um den Uefa-Cup zittern muss auch Premier-League-Klub Newcastle United. Gegen die Norweger von Lilleström SK schaffte der Traditionsklub aus Englands Norden am Samstag nur ein 1:1-Unentschieden. Robert Koren brachte die Gäste (24.) gar in Führung, der Spanier Alberto Luque konnte kurz nach Wiederanpfiff (50.) immerhin noch ausgleichen.

Für die zwei französischen Vereine, die im UI-Cup am Start sind, gab es am Samstag Licht und Schatten. Während Olympique Marseille zuhause gegen Dnjepr Dnjeprpetrowsk nur torlos 0:0 spielte, fertigte AJ Auxerre ebenfalls vor heimischem Publikum die rumänischen Gäste von Farul Constanta mit 4:1 ab. Eine herbe Enttäuschung erlebte der der letztjährige Champions-League-Halbfinalist FC Villarreal, der sich NK Maribor aus Slowenien mit 1:2 geschlagen geben musste.

© SID

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