Fußball UI-Cup
HSV setzt auf Trumpfkarte Zidan

Der Hamburger SV will heute mit einem Sieg im Drittrunden-Rückspiel des UI-Cups gegen Dacia Chisinau die Chance auf den Einzug in den Uefa-Pokal wahren. Die Hoffnungen der Hanseaten ruhen auf Stürmer Mohamed Zidan.

Im Drittrunden-Hinspiel des UI-Cups beim moldawischen Vertreter Dacia Chisinau (1:1) kam Mohamed Zidan nur zu einem Kurzeinsatz. Im heutigen Rückspiel (14 Uhr) steht der neue Stürmer des Hamburger SV aller Voraussicht nach in der Startelf und soll den Hanseaten die Tür zum Uefa-Pokal offen halten. Der HSV drängt mit aller Macht in die letzte Qualifikationsrunde für den internationalen Wettbewerb.

Zunächst muss Trainer Huub Stevens allerdings mit einem dezimierten Kader auskommen. In Mittelfeldspieler Alexander Laas (zum VfL Wolfsburg) und Stürmer Boubacar Sanogo (zu Werder Bremen) stehen dem Coach gegen die Moldawier zwei Profis nicht mehr zur Verfügung, die im Hinspiel noch zur Startformation gehört hatten.

Van der Vaart fordert Sieg

"Wir müssen gewinnen. Schlechter als im Hinspiel können wir ja aber auch kaum spielen", sagt Mannschaftskapitän Rafael van der Vaart, der in Moldawien mit einem umstrittenen Foulelfmeter wenigstens für den Ausgleich und das wichtige Auswärtstor gesorgt hatte. Auf die leichte Schulter scheint den Gegner beim HSV nach dem dürftigen Auftritt vor einer Woche jedenfalls niemand mehr zu nehmen. Schon im Training war die Anspannung spür- und sichtbar.

"Wir wollen gewinnen und unseren Fans noch weitere Gegner in diesem Wettbewerb präsentieren. Ich vertraue den Jungs, die wir jetzt zusammenhaben", sagt Stevens. Doch auch der Niederländer weiß, dass der Verein noch nachlegen kann. Rund sieben Mill. Euro spülten die Verkäufe von Laas und Sanogo in die bis dahin leere Transferkasse der Hamburger.

"Wenn wir einen Spieler verpflichten wollen, sind wir wirtschaftlich handlungsfähig. Wir werden jetzt aber bestimmt nicht auf Teufel komm raus aktiv. Es muss passen", meint HSV-Boss Bernd Hoffmann. Sportchef Dietmar Beiersdorfer bestätigte, dass man weiter nach einem Abwehrspieler und einem Ersatz für den zu Eintracht Frankfurt abgewanderten offensiven Außenspieler Mehdi Mahdavikia suche.

Zahlreiche Kandidaten

An Kandidaten mangelt es auch nicht, die erfolgreiche Umsetzung der Transfers scheiterte bisher jedoch. Für die Defensive steht U19-Nationalspieler Jerome Boateng von Hertha BSC Berlin ganz oben auf der HSV-Wunschliste. Bei den Ablösevorstellungen liegen die Hamburger mit dem Hauptstadtklub jedoch ähnlich weit auseinander wie mit dem SC Freiburg im Ringen um Flügelflitzer Jonathan Pitroipa. Die Alternativen Carlos Alberto (zu Werder Bremen) und Christian Wilhelmsson (zu den Bolton Wanderers) waren ebenfalls nicht zu bekommen.

Große Hoffnungen setzt man beim HSV indes auf Zidan. Der Zugang von Erstliga-Absteiger FSV Mainz 05 ließ bereits bei seinem 25-minütigen Auftritt im Hinspiel sein Können aufblitzen und soll nach seiner Leistenoperation nun wohl erstmals von Beginn an auflaufen. Auch die Kulisse in der Hamburger WM-Arena könnte den Gegner einschüchtern. Von 51 000 verfügbaren Karten sind bereits rund 49 000 abgesetzt. Einzig für den Gästeblock gab es keine Anfragen aus Moldawien.

Stevens warnt

Die Osteuropäer geben sich nach dem 1:1 im Hinspiel dennoch optimistisch und fühlen sich in ihrer Rolle als krasser Außenseiter wohl. Rund 6 000 Euro beträgt der durchschnittliche Jahresverdienst eines Dacia-Profis, Zidan streicht diese Summe bei seinem Salär fast an einem Tag ein. "Es kommt nicht darauf an, wie viel Geld im Spiel ist, sondern wie viel Herz man hat", sagt Stevens und hofft auf eine klare Leistungssteigerung gegenüber der ersten Partie.

© SID

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