Fußball UI-Cup
Stuttgart braucht kleines Wunder gegen Ramenskoje

Der VfB Stuttgart muss sich im UI-Cup gegen Saturn Ramenskoje beweisen. Doch das verlorene Hinspiel und personelle Probleme sorgen bei den Schwaben für eine schlechte Ausgangslage.

Vor dem Rückrundenspiel im UI-Cup am heutigen Sonntag gegen Saturn Ramenskoje (18.00 Uhr/live im DSF) hat Stuttgart mit personellen Problemen zu kämpfen: Der Kapitän und der Stürmer-Star fehlen ebenso wie die beiden prominentesten Zugänge, und die Ausgangslage ist auch miserabel. Doch der VfB ist fest entschlossen, für eine kleine Überraschung zu sorgen. "Es wird sehr, sehr schwer. Aber wir werden alles daran setzen, doch noch in den Uefa-Cup zu kommen", sagte Trainer Armin Veh vor dem Duell um Alles oder Nichts.

Doch auch der Coach will nicht versprechen, dass dem VfB wie 2000 und 2002 der Sprung über den UI-Cup in den Uefa-Pokal gelingt. "Ich bin doch kein Scharlatan. Was weiß denn ich, wie das Spiel dann tatsächlich ausgeht", sagte Veh. Zu schwer wiegt die Bürde des 0:1 verlorenen Hinspiels, zu schwierig wird es, die zahlreichen Ausfälle und den Trainingsrückstand gegenüber den Russen zu kompensieren.

Allerhand Sorgen im Gepäck

Und so hatte Veh allerhand Sorgen im Gepäck, als sich der VfB am Freitagnachmittag vom Trainingslager in Going auf die Rückreise nach Stuttgart begab. Den neuen Spielführer Thomas Hitzlsperger und Angreifer Mario Gomez muss er gegen Saturn ebenso schonen wie den neuen Stammtorwart Jens Lehmann und Zugang Khalid Boulahrouz - das Quartett hat nach dem EM-Urlaub zu wenige Trainingstage absolviert. Zudem fehlt im Mittelfeld mit Georges Mandjeck eine Alternative; das Talent bereitet sich mit Kamerun auf die Olympischen Spiele vor.

Stürmer Cacau dagegen hat seine muskulären Probleme überwunden und kann wohl spielen, was auch für Abwehrspieler Matthieu Delpierre (Infekt) gilt. In Ricardo Osorio und Ludovic Magnin, die in Russland noch geschont wurden, stehen Veh zwei Späteinsteiger zur Verfügung. Sie werden wohl für Arthur Boka und Yildiray Bastürk auflaufen, im Sturm könnte Ciprian Marica anstelle von Danijel Ljuboja beginnen.

Zumindest Lehmann glaubt an einen Erfolg. "Die Mannschaft hat Qualität", sagte der Keeper nach seiner ersten Trainingseinheit mit den neuen Kollegen am Donnerstag. Und auch Sportdirektor Horst Heldt ist optimistisch. "Wir schaffen das. Da bin ich sicher", meinte er. Will heißen: Wir kommen in die zweite Uefa-Cup-Qualifikationsrunde. Dann müsste Stuttgart nur noch einen weiteren Gegner ausschalten, um in der ersten K.o.-Runde des Uefa-Pokals dabei zu sein.

Ausscheiden wäre "kein Drama"

Sollte das kleine "Wunder" gegen die starken Russen ausbleiben, wäre es "auch kein Drama", meinte Heldt, schließlich "kann man ja im Uefa-Cup auch nicht reich werden", wie Veh ergänzte: "Aber natürlich will ich trotzdem weiterkommen."

Gegner Ramenskoje hat das gleiche Ziel - und großen Respekt vor den Schwaben. "Stuttgart wird sicher besser spielen als bei uns. Es wird schwierig, weiterzukommen", sagte Trainer Gadschi Gadschijew. Die Generalprobe im Ligaspiel am Mittwoch gegen Schinnik Jaroslawel glückte: Beim 4:0-Sieg traf der Ex-Cottbuser Marko Topic zwei Mal.

© SID

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