Fußball
Uli Hoeneß prangert Schlendrian an

dpa MÜNCHEN. Am Gewinn des 20. Meistertitels zweifelt beim FC Bayern München niemand mehr, dafür befürchtet Uli Hoeneß ein böses Erwachen in der Champions League.

Nach dem glücklichen 2:1-Sieg im Derby gegen den 1. FC Nürnberg prangerte der Manager unverhohlen den Schlendrian an, der sich angesichts des Zehn-Punkte-Vorspungs beim Spitzenreiter der Fußball-Bundesliga immer mehr ausbreitet. „Die Tabellensituation ist für uns sehr gefährlich. Es ist überheblich, wie wir spielen“, zürnte Hoeneß und malte gut eine Woche vor dem Champions-League-Achtelfinale gegen den AC Mailand den Teufel an die Wand: „Wenn wir so gegen Milan spielen, haben wir keine Chance.“

Zwei meisterliche Momente in der Offensive genügten den Bayern, um durch den elften Saisontreffer von Roy Makaay (27.) und das neunte Liga-Tor von Michael Ballack (54.) den zehnten Sieg im zehnten Heimspiel zu sichern. Denn die Nürnberger schlugen aus der sorglosen Spielweise des Meisters in der Defensive nur beim Distanzschuss von Robert Vittek (36.) zum 1:1 Kapital. „Die Gegner können mit uns im eigenen Strafraum Jojo spielen - so geht's nicht“, schimpfte Hoeneß.

Auch Kapitän Oliver Kahn, der mit einer großartigen Rettungstat gegen Iwan Saenko (83.) den 2:2-Ausgleich verhindert hatte, äußerte erneut seine Besorgnis über die unkonzentrierte Defensivarbeit. „Mit solchen Nachlässigkeiten brauchen wir gegen Milan nicht anzutreten.“

Ausgerechnet Trainer Felix Magath zeigte dagegen Verständnis dafür, dass sein Personal angesichts der Überlegenheit in der Liga die Zügel schleifen lässt. „So lange wir so viel machen, dass wir das Spiel gewinnen, ist das schon in Ordnung“, sagte er nachsichtig.

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