Fußball Verband
Blatter setzt sich für "6 plus 5"-Regelung ein

Fifa-Präsident Joseph S. Blatter will die Flut von Ausländern im Vereinsfußball reglementieren und spricht sich erneut für die "6 plus 5"-Regelung aus. Blatter möchte die nationale Identität mit den Vereinen fördern.

Die Identifikation der Fans mit ihren Klubs liegt Fifa-Präsident Joseph S. Blatter besonders am Herzen. Deshalb hat sich der 69-Jährige erneut für die so genannte "6 plus 5"-Regelung im Vereinsfußball ausgesprochen. Der Schweizer erhofft sich daraus, die Flut von Ausländern zu reglementieren. "Die nationale Identität ist sehr wichtig. Die Idee des Weltverbandes ist, dass sechs Spieler auf dem Feld stehen, die auch für das Nationalteam des jeweiligen Landes einsatzberechtigt sind", sagte Blatter in Tokio am Rande der Klub-Weltmeisterschaft.

Blatter kritisierte, dass in vielen Klubs "im Moment maximal ein oder zwei Spieler aus dem jeweiligen Land spielen, wie zuweilen bei Bayern München oder beim FC Liverpool. Diese Situation ist nicht gut für den Fußball".

Allerdings weiß der Fifa-Präsident auch, dass in der Europäischen Union das Recht auf freie Wahl des Arbeitsplatzes besteht. Deshalb liege es an den nationalen Verbänden und ihren Ligen, den Zugang von Ausländern zu beschränken, so Blatter. Derzeit dürfen die Vereine der Deutschen Fußball Liga (DFL) vier Nicht-Uefa-Ausländer unter Vertrag haben. Zudem müssen im Profikader mindestens zwölf Spieler einen deutschen Pass besitzen.

Saison 2006/2 007: "2 plus 2"- Regelung

Ab der kommenden Saison hat die Europäische Fußball-Union (Uefa) für die Champions League und den Uefa-Cup den Vereinen zur Pflicht gemacht, dass mindestens zwei Spieler im Kader stehen müssen, die im eigenen Verein, plus zwei weitere Akteure, die im jeweiligen Land ausgebildet wurden. In der Saison 2007/2 008 wird die Regelung auf "3 plus 3" erweitert, 2008/2 009 auf "4 plus 4". Die Uefa empfiehlt den europäischen Ligen, dieses Modell zu übernehmen.

© SID

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