Fußball-Verband unterläuft Panne
Englands Trainersuche läuft auf Hochtouren

Dem englischen Verband (FA) ist bei der geheimen Suche nach einem Nachfolger für Nationalcoach Sven-Göran Eriksson eine Panne unterlaufen. Englische Zeitungen veröffentlichten Fotos der Gespräche mit einem Kandidaten.

Eigentlich hatte sich der englische Verband (FA) auf die Fahne geschrieben, die Verhandlungen mit möglichen Nachfolgern des vorzeitig scheidenden Nationaltrainers Sven-Göran Eriksson unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu führen. Dies hatte FA-Mediendirektor Adrian Bevington angekündigt. Doch bereits das zweite Treffen mit einem der angeblich zehn potenziellen Kandidaten für die Nachfolge des Schweden wurde zu einer höchst öffentlichen Angelegenheit.

Fotos vom geheimen Treffen veröffentlicht

"Wir müssen realistisch sein, der Fußball ist ein Goldfisch-Glas", erklärte Bevington. Die Sonntagszeitungen hatten Fotos abgedruckt, auf denen FA-Exekutivchef Brian Barwick, FA-Jurist Simon Johnson und Charlton Athletics Manager Alan Curbishley zu sehen waren. Die Aufnahmen wurden am vergangenen Freitag gemacht. 48 Stunden zuvor soll bereits ein Treffen mit Sam Allardyce von den Bolton Wanderers stattgefunden haben.

"Es stimmt. Wir haben uns mit Curbishley getroffen, nachdem wir von seinem Verein die Erlaubnis erhalten haben. Die Gespräche finden erst dann statt, wenn wir das Einverständnis der Vereine haben", sagte Barwick. Seit dem 1. März laufen die Sondierungsgespräche, auf dem nächsten FA-Meeting am 5. April soll dann ein Zwischenbericht präsentiert werden. Die FA betonte, dass es sich in der gegenwärtigen Phase um lose Gespräche handele.

Auch Hiddink im Gespräch

Als weitere Gesprächspartner des FA-Duos und mögliche Nachfolger für Eriksson werden in den englischen Medien noch die Teammanager Martin O´Neill (Celtic Glasgow), Sam Allardyce (Bolton Wanderers), Steve Mclaren (FC Middlesbrough), Stuart Pearce (Manchester City) und auch der Niederländer Guus Hiddink, zur Zeit in Doppelfunktion als Trainer des PSV Eindhoven und der australischen Nationalmannschaft tätig, gehandelt.

Nach der sogenannten "Scheich-Affäre" haben sich die FA-Verantwortlichen mit dem derzeitigen Teammanager Eriksson auf eine vorzeitige Beendigung des Vertragsverhältnisses nach der WM in Deutschland geeinigt. Der Kontrakt des Schweden war ursprünglich bis 2008 datiert. Eriksson war in der Affäre einem als Scheich verkleideten Reporter der Zeitschrift News of the World aufgesessen und hatte unter anderem einige seiner Nationalspieler kritisiert.

© SID

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