Fußball-Weltverband: Fifa macht mit der WM in Südafrika großen Reibach

Fußball-Weltverband
Fifa macht mit der WM in Südafrika großen Reibach

Die Fifa schwimmt in Geld. In den letzten Jahren hat der Weltverband fast eine halbe Milliarde Euro erwirtschaftet, auch die WM in Südafrika spülte ein sattes Plus in die Kassen. Doch das große Geschäft steht noch bevor.
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ZürichDer Fußball-Weltverband hat nach eigenen Angaben zwischen 2007 und 2010 einen Überschuss von 631 Millionen US-Dollar (452 Millionen Euro) erwirtschaftet. Dies geht aus dem Finanzbericht hervor, den die Fifa am Donnerstag in Zürich präsentierte. Die Reserven des Weltverbandes um Präsident Joseph Blatter stiegen demnach auf 1,28 Milliarden Dollar.

Eingenommen hat die Fifa in diesem Zeitraum 4,189 Milliarden Dollar, ausgegeben 3,558 Milliarden. „Dank diesem überaus positiven Ergebnis, das vom finanziellen Erfolg der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika zeugt, konnte die Fifa ihre Entwicklungsprogramme fortsetzen und zahlreiche Fußballwettbewerbe und -Veranstaltungen durchführen“, hieß es in einer Pressemitteilung. Allein 2010 verbuchte der Dachverband ein Plus von 202 Millionen US-Dollar. Einen großen Reibach macht die Fifa auch mit den beiden Weltmeisterschaften 2018 in Russland und 2022 in Katar: Das Exekutivkomitee verabschiedete die abgeschlossenen Fernsehverträge in Höhe von 1,7 Milliarden Dollar - nur für den Nahen und Mittleren Osten und auserwählte Gebiete in Asien und Lateinamerika. Diese Summe garantiert nach Fifa-Angaben Mehreinnahmen im Vergleich zu den Endrunden-Turnieren 2010 und 2014 in Höhe von 90 Prozent.

Bei der zweitägigen Sitzung des Exekutivkomitees wurde Franz Beckenbauer als Vorsitzender der Fifa-Task-Force 2014 bestätigt. Das Gremium arbeitet an der Verbesserung des Fußballs in Bereichen wie Spielregeln, Schiedsrichterwesen, Wettbewerbsbestimmungen, Frauenfußball und Medizin. Zudem vergab das Exekutivkomitee die Frauenfußball-WM 2015 an Kanada. Der einzige Gegenkandidat Simbabwe hatte seine Bewerbung bereits Anfang der Woche zurückgezogen, weil das Land infrastrukturelle Probleme hat. Die nächste WM der Frauen findet vom 26. Juni bis 17. Juli erstmals in Deutschland statt.  

Die Verteilung der Qualifikationsplätze für die Kontinente behält die Fifa bei der WM 2014 in Brasilien bei. Ausgelost werden künftig jedoch die Playoff-Spiele. In den Ausscheidungsspielen werden jeweils der Fünfte der Südamerika- und der Asien-Gruppe, der Vierte aus Nord- und Zentralamerika sowie der Karibik und der Gewinner aus der Ozeanien-Gruppe in zwei Partien gelost. Vor dem Endrundenturnier 2010 in Südafrika war noch festgelegt, dass der Ozeanien- gegen den Asienvertreter und die beiden Amerika-Teams gegeneinander spielen. Die jeweiligen Sieger aus Hin- und Rückspiel dürfen zur WM. Europa hat weiterhin 13 WM-Plätze garantiert, Afrika fünf, Südamerika vier, Asien vier und Nord- und Zentralamerika mit der Karibik drei. Dazu kommt Brasilien als Gastgeber.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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