Fußball
Werder will Minimalziel Uefa-Cup-Platz

Ergebnis- statt Erlebnisfußball: Werder Bremen will als unterhaltsamste Mannschaft der Fußball-Bundesliga im Champions-League-Spiel bei Levski Sofia vor allem solide und sicher auftreten.

dpa BREMEN. Ergebnis- statt Erlebnisfußball: Werder Bremen will als unterhaltsamste Mannschaft der Fußball-Bundesliga im Champions-League-Spiel bei Levski Sofia vor allem solide und sicher auftreten.

Mit dem zweiten Pflichtsieg soll das Minimalziel, die Qualifikation für den Uefa-Cup, vorzeitig gesichert werden. „Man muss nicht immer zaubern. Wir dürfen nicht durchdrehen und übertreiben und erwarten, immer sechs Tore zu schießen“, sagte Trainer Thomas Schaaf vor dem Flug nach Bulgarien. Und Torsten Frings mahnte: „Nur der Erfolg zählt und nicht, wie wir gespielt haben.“

Nach teilweise berauschenden Auftritten und durchschnittlich fünf Toren in den zurückliegenden drei Bundesligaspielen ist es eine der wichtigsten Aufgaben des Coaches, seine Profis vor Übermut zu bewahren. „Wenn man in der Champions League einen unterschätzen würde, läge man völlig daneben. Die werden vollen Einsatz bringen, denn es ist ihre letzte Chance“, warnte Schaaf. Bis auf den verletzten Tim Borowski kann der Bundesliga-Tabellenführer beim bulgarischen Meister in Bestbesetzung spielen.

Frings, der heimliche Mannschaftskapitän, trug Schaafs Botschaft weiter und sagte: „Wir haben genügend Spieler, die die Mannschaft auf dem Boden halten. Wenn wir jetzt großkotzig in ein Spiel gehen, kriegen wir selber sechs Stück.“ Auch Miroslav Klose hatte mahnende Worte parat: „Ohne Mainz oder Bochum etwas vorwerfen zu wollen, aber Sofia ist schon ein anderes Kaliber.“ Der 2:0-Sieg gegen Levski zwei Wochen zuvor im Weserstadion bildete im Reigen der schönen Werder-Spiele eine Ausnahme und gehörte eher in die Kategorie Arbeitssieg. Die Bremer taten sich lange Zeit schwer gegen die kompakten und robusten Bulgaren.

Bei allen Worten über den Respekt vor dem bulgarischen Meister war der Optimismus der Bremer Profis vor dem Auswärtsspiel nicht zu übersehen und zu überhören - auch bei Frings und Klose nicht. „Wir haben uns Selbstvertrauen geholt, warum sollen wir nicht auch noch in Sofia gewinnen?“ lautete die rhetorische Frage von Frings. „Jeder Spieler hat Spaß, hier mitspielen zu dürfen. Wir haben einen Lauf.“

Das Rezept für den eingeplanten Sieg hatte Klose parat, der wieder an der Seite seines neuen Sturmpartners Aaron Hunt auflaufen wird. „In Sofia müssen wir so spielen wie in der ersten Halbzeit gegen Mainz. Dann können wir einen weiteren Schritt in der Champions League nach vorn kommen“, sagte der Stürmer. Gewohnt knackig kommentierte hingegen Torwart Tim Wiese die bevorstehende Aufgabe: „In Sofia zählt nur der Sieg. Da gibt es nur Vollgas, volle Pulle.“

Mit drei Punkten vor dem Hit in Barcelona am 5. Dezember wollen die Hanseaten sich die Chance auf das Achtelfinale der Champions League erhalten. Ein Sieg in Sofia würde Werder auf jeden Fall auch im kommenden Jahr einen Start in einem internationalen Wettbewerb garantieren. Mit sieben Punkten wäre der dritte Platz sicher, der zur Teilnahme am Uefa-Cup berechtigt. „Wir wollen so lange dabei bleiben, wie es geht. Man spielt ja nicht Champions League, um den Uefa-Cup zu erreichen“, sagte Schaaf. Dennoch ist Platz drei für Manager Klaus Allofs „unser Minimalziel“.

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