Fußball
Werders Mertesacker-Angebot für 96 zu niedrig

dpa HANNOVER. Der Poker um Fußball-Nationalspieler Per Mertesacker ist jetzt auch offiziell eröffnet. Nach wochenlangen Spekulationen hat Bundesligist Werder Bremen Kontakt mit dem Liga-Konkurrenten Hannover 96 aufgenommen.

„Werder hat korrekt und der Form entsprechend sein Interesse bekundet“, bestätigte 96-Manager Ilja Kaenzig. Das Angebot des Nord-Rivalen war aber offensichtlich viel zu gering. „Unsere Wertschätzung für Per spiegelt sich nicht in den Vorstellungen von Werder wider“, erklärte Kaenzig.

„Einen möglichen Wechsel gibt es sicher nicht zu allen Wünschen, die Hannover 96 stellen wird“, sagte Klaus Allofs der „Bild“. Der Werder-Manager hatte schon mehrfach in der Öffentlichkeit Interesse an dem Verteidiger bekundet. Der 21-Jährige passt nach seiner Meinung wunderbar zu Werder. Mertesacker hat einen deutschen Pass, ist Nationalspieler, besitzt Perspektive und spielt auf einer Position, auf der Bremen in dieser Saison immer wieder große Probleme hatte. „In der Verteidigung müssen wir uns natürlich Gedanken machen“, hatte Allofs zuletzt mehrfach gesagt.

Laut Mertesacker ist noch keine Entscheidung über seine Zukunft gefallen. „Ich denke, zeitnah wird da schon etwas passieren“, sagte der aus dem eigenen Nachwuchs kommende Profi. Der Abwehrspieler hat bei Hannover 96 einen Vertrag bis 2008. Im Sommer 2007 könnte er den Club für eine festgeschriebene Ablöse von geschätzten 1,8 Mill. Euro verlassen. Wesentlich teurer wird er jedoch, wenn er schon in diesem Jahr wechselt. „Ich möchte mit Hannover 96 die ausgegebenen Ziele erreichen und mich mit Leistungen für die Nationalmannschaft empfehlen“, sagte Mertesacker.

Laut Allofs hat es Vorgespräche mit dem Berater und dem 19-fachen Nationalspieler bereits im Februar gegeben. Nun ist der nächste Schritt erfolgt. „Das ist ja auch zwingende Voraussetzung“, sagte Kaenzig, der über das nicht näher beschriebene Angebot von Werder enttäuscht war. Der 96-Manager erklärte zum weiteren Vorgehen: „Wir sind nicht auf einem Basar und werden nicht feilschen.“

„Die Vorstellungen von Werder Bremen entsprechen nicht annähernd unserem Konzept“, sagte Kaenzig. Notgedrungen hat Hannover 96 sich aber bereits damit beschäftigt, wie weiter vorzugehen ist, wenn der begehrte Verteidiger vorzeitig geht. Der Versuch, Mertesacker mit einem neuen Kontrakt längerfristig an Hannover zu binden, war in der vergangenen Woche gescheitert. Nicht mehr aktuell scheint das Modell eines Tausches von Mertesacker gegen Werder-Verteidiger Frank Fahrenhorst plus „ein Batzen Schmerzensgeld“, wie Trainer Peter Neururer eine Ablöse von geschätzten fünf Mill. Euro bezeichnete.

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