Fußball-Wettskandal
Uefa unter Schock

Die Uefa um Präsident Michel Platini reagiert geschockt auf die Feststellung, dass auch Spiele der Champions League sowie der Europa League vom Wettskandal betroffen sein sollen.

Die Europäische Fußball-Union steht unter Schock: Der größte Wett- und Manipulationsskandal in der Geschichte des europäischen Fußballs stellt die ganze Saison in der Champions League und in der neuen Europa League auf den Kopf. Denn nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bochum sind aus der laufenden Saison auch drei Spiele der Königsklasse sowie zwölf Spiele des Uefa-Cup-Nachfolgers vom Wettskandal betroffen.

"Wir müssen erst die Täter ermitteln, bevor wir sagen können, ob es Konsequenzen für die laufenden Wettbewerbe gibt. In diesem Stadium der Ermittlungen können wir die Nationalverbände noch nicht informieren. Sie werden erst informiert, wenn das kein Hindernis für die Ermittlungen darstellt", sagte Peter Limacher, Uefa-Experte für Bekämpfung von Spielmanipulationen, bei der Pressekonferenz am Freitag in Bochum.

Bayern-Spiel nicht betroffen

Da 15 Spiele in der laufenden Spielzeit manipuliert worden sein sollen, ist zumindest das einst unter Betrugsverdacht geratene Uefa-Cup-Halbfinale zwischen Rekordmeister Bayern München und Zenit St. Petersburg (0:4) am 1. Mai 2008 nicht unter den betroffenen Spielen. Die Verdachtsmomente hatten sich allerdings bereits damals schnell zerschlagen.

Für die Uefa waren die am Freitag bekannt gewordenen ersten Ermittlungsergebnisse dennoch ein Schlag ins Gesicht. Schließlich sind nicht nur Europapokalspiele, sondern in Kroatien, Slowenien, Türkei, Ungarn, Bosnien und Österreich auch Erstligaspiele von dem Skandal betroffen. "Die Uefa fordert die härtesten Sanktionen von den zuständigen Gerichten für Einzelpersonen, Klubs oder Offizielle, die beteiligt sind", sagte Uefa-Generalsekretär Gianni Infantino.

Dabei hatte die Uefa unter Präsident Michel Platini in den vergangenen Monaten den Kampf gegen Manipulationen von Sportwetten forciert und seine Überwachungen ausgeweitet.

Platini klagt an

"Es ist einfach nicht hinnehmbar, dass manche Vereine, die nicht darauf hoffen können, ganz oben mitzuspielen, versuchen, aus ihrer Teilnahme an den europäischen Wettbewerben mittels illegaler Wetten und Spielabsprachen Profit zu schlagen", sagte Platini.

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