Fußball-Wettskandal
Wohl Bochumer U19-Spiel betroffen

Eine Liste mit weiteren sieben möglicherweise manipulierten Partien heizt den größten Wettskandal der europäischen Geschichte weiter an. Ein Bochumer U19-Spiel ist wohl betroffen.

Im größten Wettskandal der europäischen Fußball-Geschichte ist eine Liste mit weiteren sieben möglicherweise manipulierten Spielen aufgetaucht. Nach einem Bericht der Zeitungen der WAZ-Mediengruppe (Mittwoch-Ausgaben) ist in der zweiten Anklage, die die Staatsanwaltschaft vor einigen Tagen am Landgericht Bochum erhoben hat, auch die Begegnung der U19-Junioren von Bundesliga-Absteiger VfL Bochum gegen die U19 von Arminia Bielefeld vom 31. Oktober 2009 enthalten.

Zur zweiten Anklage, die zwei bereits inhaftierte Verdächtige betrifft, sollen sechs weitere deutsche Begegnungen aus dem Jahr 2009 gehören, die angeblich unter Manipulationsverdacht stehen. Aus der Regionalliga sind dies: SC Verl - Waldhof Mannheim, 1. FC Saarbrücken - SC Verl, Bayern Alzenau - Stuttgarter Kickers. Zudem sollen die Oberliga-Spiele FC Gera - VfB Pößneck, Germania Halberstadt - SC Borea Dresden und Carl Zeiss Jena II - ZFC Meuselwitz betroffen sein. Zudem nennt die WAZ aus der zweiten Schweizer Liga die Spiele Servette Genf - FC Gossau und FC Gossau - FC Locarno. Die Staatsanwaltschaft Bochum war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Christian Schönhals, Pressesprecher des VfL Bochum, sagte auf SID-Anfrage: "Mit uns hat sich die Staatsanwaltschaft Bochum diesbezüglich bislang nicht in Verbindung gesetzt."

In der zweiten Anklage wird gegen zwei Personen wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betruges in fünf bzw. neun Fällen ermittelt. Auch diesen beiden Angeschuldigten wird zur Last gelegt, zusammen mit anderen Personen den Ausgang von Fußballspielen manipuliert bzw. auf eine derartige Manipulation hingewirkt zu haben.

Bereits am 25. August hatte die Staatsanwaltschaft Bochum gegen zwei Inhaftierte, die der Führungsebene der Wettbetrüger zugerechnet werden, Anklage erhoben. Die Beschuldigten müssen sich wegen gewerbs- und bandenmäßigem Betrugs in 16 bzw. 22 Fällen verantworten.

© SID

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