Fußball WM
Andenstaaten drohen im Höhenstreit mit WM-Boykott

Andenstaaten wie Kolumbien drohen mit einem WM-Boykott: Die Fifa hatte entschieden, aus gesundheitlichen Gründen die Austragung von Länderspielen nur noch in Stadien zuzulassen, die unterhalb von 2500m Höhe liegen.

Ex-Südamerikameister Kolumbien droht im Streit um die "Höhenspiele" dem Fußball-Weltverband Fifa offen mit einem Boykott der Qualifikationsspiele zur Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Die Fifa hatte zuletzt entschieden, aus gesundheitlichen Gründen künftig die Austragung von Länderspielen sowie internationalen Klub-Begegnungen auf Profi-Ebene nur noch in Stadien zuzulassen, die 2 500 Meter Höhe nicht überschreiten. Davon wären vor allem die Andenstaaten Ecuador, Bolivien, Kolumbien, Venezuela und Peru aber auch Mexiko betroffen.

Everth Bustamante, Direktor des kolumbianischen Sportverbandes Coldeportes, erklärte: "Doping ist nicht das einzige Problem, das den Sport lähmt. Es gibt andere Faktoren wie die Diskriminierung." Die betroffenen Länder wollen nun gemeinsam gegen den Fifa-Beschluss vorgehen: "Wenn das keinen Erfolg hat, werden wir als betroffene Länder die Möglichkeit prüfen, nicht an der Qualifikation zur WM 2010 teilzunehmen." Ein kurzfristig diskutierter Boykott der Copa America in Venezuela (26. Juni bis 15. Juli 2007) ist dagegen vom Tisch.

Kolumbien hatte erst vor einigen Monaten das Stadion El Campin in Bogota (2 547 Höhe) mit Millioneninvestionen für die südamerikanische "Eliminatoria 2010" modernisiert.

© SID

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