Fußball WM
Bierhoff: "Kenne die Strukturen im Verband"

Oliver Bierhoff hat am Rande des DFB-Pokal-Endspiels in Berlin seinen Vertrag als Manager der deutschen Nationalmannschaft bis 2010 verlängert. "Wir sind ein eingespieltes Team", erklärt der Ex-Stürmerstar im Interview.

Die Basis für eine langfristige Zusammenarbeit ist geschaffen: Seinen Vertrag als Manager der deutschen Nationalmannschaft hat Oliver Bierhoff am Rande des DFB-Pokal-Endspiels in Berlin bis 2010 verlängert. Über die Gründe für seine Entscheidung spricht der frühere Stürmerstar des AC Mailand im Interview.

Frage: "Oliver Bierhoff, Sie haben am Samstag am Rande des DFB-Pokal-Endpiels in Berlin ihren Vertrag als Manager der deutschen Nationalmannschaft um vier Jahre verlängert. Bleibt jetzt auch Bundestrainer Jürgen Klinsmann über die WM 2006 hinaus?"

Oliver Bierhoff: "Das ist natürlich seine persönliche Entscheidung. Aber wir sind mittlerweile ein eingespieltes Team. Und ich mache es ihm auch schon die ganze Zeit schmackhaft, völlig unabhängig vom Abschneiden bei der WM seinen Vertrag zu verlängern. Schließlich wird ja nach der WM alles nicht mehr so daramatisch und hektisch sein wie im Moment."

Frage: "In den vergangenen zwei Jahren haben Sie den Posten des Nationalmannschaftsmanagers bereits mit Leben gefüllt. Hat sich ihr Aufgabengebiet durch den neuen Kontrakt über die DFB-Elf hinaus noch vergrößert?"

Bierhoff: "In den letzten zwei Jahren war alles auf die WM ausgerichtet. Ich freue mich schon darauf, nach der WM in entscheidender Funktion die Interessen des gesamten Verbandes zu vertreten. Ich werde auch meine Werbe- und Fernsehprojekte drastisch abbauen, um mich ganz auf die Arbeit beim DFB konzentrieren zu können."

Frage: "Bislang stand hauptsächlich Bundestrainer Jürgen Klinsmann im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Wie werden Sie in den kommenden Jahren versuchen, ihr eigenes Profil im DFB zu schärfen?"

Bierhoff: "Es ist klar, dass der Bundestrainer eine viel größere Bedeutung hat. Es gab aber auch viele Dinge, die ich vollzogen habe, und die dann auf Jürgen zurückgefallen sind. Eifersüchteleien gab es nie, aber es ist natürlich schon so, dass ich ein eigenes Profil aufbauen will. Ich habe ja auch für vier Jahre unterschrieben, weil auf dieser Position, um erfolgreich zu sein, Kontinuität eine wichtige Rolle spielt."

Frage: "Haben Sie sich für den Fall eines Rücktritts von Klinsmann in ihrem Vertrag festschreiben lassen, bei der Wahl eines neuen Trainers ein entscheidendes Mitspracherecht zu haben?"

Bierhoff: "Ich kenne mittlerweile die Strukturen im Verband, und es ist mir wichtig, dass ich mitgestalten kann. Die Inhalte des Vertrages müssen auch gelebt werden. Mir ist wichtig, dass nicht irgendein Trainer hingesetzt wird, mit dem ich nicht einverstanden bin."

© SID

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