Fußball WM
"Black Stars" wollen US-Kicker ausschalten

Im heutigen Duell der Gruppe E zwischen Ghana und den USA geht es für beide Teams um alles. Während die Afrikaner ihr Schicksal selbst in der Hand haben, müssen die US-Kicker auf das parallele Gruppen-Spiel hoffen.

Heute Nachmittag werden Ghanas Straßen wie leer gefegt sein. Niemand wird arbeiten, ein ganzes Land sitzt vor dem Fernseher. Die Nationalmannschaft begeistert bei ihrer WM-Premiere einen ganzen Kontinent. Ghanas Staatspräsident John Agyekum Kufuor gab der Bevölkerung kurzerhand einen halben Tag frei, damit jeder das Duell gegen die USA verfolgen kann, bei dem es für beide Teams um den Einzug ins Achtelfinale geht.

Ghana mit Sieg durch

Die USA greifen in Nürnberg (16.00 Uhr/live bei Premiere) nach den "schwarzen Sternen". Mit einem Sieg gegen die "Black Stars" aus Ghana haben auch die Männer von Coach Bruce Arena noch die Chance auf die Runde der letzten 16. Doch während die Afrikaner ihr Schicksal selbst in der Hand haben, hängt das Weiterkommen der US-Kicker vom Ausgang der Parallelpartie zwischen Italien und Tschechien in Hamburg ab. Ein Sieg der Italiener, und die USA wären bei einem eigenen Erfolg durch.

Arena kündigt "richtiges Endspiel" an

Arena will sich dennoch nicht laufend über den Spielstand in der Hansestadt informieren. "Wir müssen gewinnen", sagt der 54-Jährige: "Was Italien und Tschechien machen, können wir nicht beeinflussen." Er kündigt deshalb im Frankenstadion ein richtiges Endspiel an. "Diese Partie wird für die Zuschauer fantastisch", sagt der New Yorker: "Es werden zwei Teams mit sehr viel Selbstvertrauen auflaufen."

Auf die komplizierten Rechenspiele in der Gruppe E, in der nach zwei Spieltagen noch alle vier Mannschaften weiterkommen oder ausscheiden können, will sich Ghanas Trainer Ratomir Dujkovic auch nicht einlassen. "Wir treten ganz sicher nicht an, um unentschieden zu spielen", stellte der Serbe klar, und Superstar Michael Essien fügte hinzu: "Wenn ich eines genau weiß, dann, dass wir für diesen Sieg kämpfen werden."

Drogba und Adebayor drücken Ghana die Daumen

Darauf hofft offenbart ein ganzer Kontinent. Die Starspieler Didier Drogba (Elfenbeinküste) und Emmanuel Adebayor (Togo) haben bei den Ghanaern angerufen und zumindest moralische Unterstützung zugesagt. Was US-Trainer Arena nicht stört: "Entscheidend sind die Spieler, die auf dem Platz stehen."

Allerdings müssen die Ghanaer dabei ihre beiden gelbgesperrten Torschützen aus dem Tschechien-Spiel, Sulley Muntari und Asamoah Gyan, ersetzen. "Das ist sehr schade, aber wir werden das kompensieren", sagte Coach Dujkovic: "Die USA werden leiden müssen, wir haben vor niemandem Angst."

Sein Kollege Arena muss seine gesperrten Abwehrspieler Eddie Pope und Pablo Mastroeni ersetzen und hat großen Respekt vor den Westafrikanern. "Es ist wie ein Wunder, wie sie sich beim 2:0 gegen Tschechien gegenüber dem Auftaktspiel verändert haben. Die Vorstellung war beängstigend", meinte Arena: "Wir müssen ihr Tempospiel unterbinden und die Räume nutzen."

© SID

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