Fußball WM
Blatter dämpft Brasiliens WM-Hoffnungen

Nach Südafrika 2010 werden Brasilien eigentlich die besten Chancen auf die Ausrichtung der WM in acht Jahren zugestanden. Doch Fifa-Boss Sepp Blatter bringt auch Argentinien und Chile ins Spiel.

Fifa-Präsident Joseph S. Blatter hat eine Vergabe der Weltmeisterschaft 2014 an Brasilien in Frage gestellt. "Es ist noch ein weiter Weg für Brasilien zur Ausrichtung der WM 2014", sagte der Chef des Internationalen Fußball-Verbandes (Fifa) der Zeitung Estado de Sao Paulo. Bislang entspreche kein einziges Stadion in Brasilien dem WM-Qualitätsstandard. Brasilien galt bislang als gesetzter Kandidat für die Ausrichtung des Turniers, das ab der WM 2010 in Südafrika im Rotationsprinzip an die Kontinente vergeben wird. 2014 ist Südamerika an der Reihe.

Zugleich brachte der Fifa-Chef eine gemeinsame Ausrichtung der WM 2014 durch Argentinien und Chile ins Gespräch. "Warum nicht Argentinien und Chile gemeinsam?", fragte Blatter und verwies auf die hohen Anforderungen des Weltverbandes, die Brasilien bislang überhaupt nicht erfülle. Blatter hatte eigenen Angaben zufolge zuvor die Stadien in Rio de Janeiro, Sao Paulo and Porto Alegre besichtigt.

Weiter Unterstützung für Brasilien?

Mit seinem Vorstoß setzt der Schweizer auch die zehn südamerikanischen Fußball-Verbände unter Druck. Die hatten dem brasilianischen Verband bereits zugesagt, ihn als alleinigen Bewerber für die WM 2014 ins Rennen zu schicken und ihn zu unterstützen. "Die WM findet nur in Brasilien statt, wenn die hohen Qualitätsanforderungen erfüllt werden", betonte Blatter. Die Entscheidung über die WM-Vergabe fällt 2008.

© SID

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