Fußball WM
Blatter erneuert Unterstützung für Südafrika

Fifa-Präsident Joseph Blatter glaubt weiterhin an eine durch und durch erfolgreiche Fußball-WM 2010 in Südafrika. "Sie werden rechtzeitig fertig sein", erteilte der Schweizer Spekulationen um eine Verlegung eine Absage.

Der kommende WM-Ausrichter Südafrika kann sich auf Fifa-Präsident Joseph S. Blatter als großen Unterstützer verlassen. Trotz großer Probleme halte der Weltverband laut Blatter an Südafrika fest. "Sie werden rechtzeitig fertig sein, kein Problem. Der Plan B oder C ist meiner Meinung nach immer noch Südafrika", erklärte der Schweizer im australischen Fernsehen. Zuletzt hatte es immer wieder Spekulationen gegeben, die WM-Endrunde in vier Jahren könne der Kap-Republik entzogen und in ein anderes Land verlegt werden. Als erste Alternative waren die USA, aber auch Deutschland als WM-Gastgeber 2006 genannt worden.

Blatter hatte selbst das südafrikanische Organisations-Komitee Mitte September harsch kritisiert. "Ich will ihnen nochmals die Bedeutung der WM vor Augen führen und das OK auffordern, besonders die fünf Stadionneubauten schnellstens in Angriff zu nehmen. Denn es ist allerhöchste Zeit", sagte Blatter damals: "Sie haben Pläne, Geld und bereits Entscheidungen getroffen, aber ich habe dort noch niemanden mit Spitzhacke und Spaten gesehen, der mit der Arbeit beginnt."

Kräftige Aufstockung des WM-Budgets

Vor allem die Mängel in der Infrastruktur, fehlende Hotels und die Sicherheit waren als Manko in Südafrika angeführt worden. Zuletzt hatte die südafrikanische Regierung bekräftigt, alles zu tun, um die Austragung der ersten WM auf afrikanischem Boden zu gewährleisten.

Deshalb wurde das WM-Budget mehr als verdoppelt. Finanzminister Trevor Manuel kündigte an, den Etat um 9,5 Mrd. Rand (umgerechnet 979 Mill. Euro) auf nunmehr 15 Mrd. Rand (1,55 Mrd. Euro) zu erhöhen. In der überarbeiteten Haushaltsvorlage wird darauf hingewiesen, dass die "Regierung gewillt ist, die notwendigen Investitionen in die Infrastruktur, die Logistik, die Kommunikation und die Sicherheit zu tätigen, um eine erfolgreiche Veranstaltung zu gewährleisten".

Der größte Teil der Gesamtsumme geht unmittelbar an die neun Austragungsorte. Für insgesamt 12,1 Mrd. Rand (1,25 Mrd. Euro) sollen die zehn WM-Stadien aufgerüstet, neu errrichtet sowie ihre Infrastruktur verbessert werden. Für die fünf Neubauten sind 5,6 Mrd. Rand (577 Mill. Euro) veranschlagt, weitere zwei Mrd. Rand (206 Mill. Euro) für die Renovierung der fünf schon existierenden Arenen. Für Infrastrukturmaßnahmen rund um die Stadien stellt die Regierung 5,5 Mrd. Rand (566 Mill. Euro) bereit.

Infrastruktur im Fokus

Mit einer Art "Vorschuss" von rund 600 Mill. Rand (61,8 Mill. Euro) sollen nun im Januar die Vorarbeiten an den Stadien beginnen. Im Haushalt der südafrikanischen Regierung für 2006/2 007 sind darüber hinaus 1,1 Mrd. Rand (113,4 Mill. Euro) an Investitionen in das Eisenbahnnetz vorgesehen, die gleiche Summe soll in den Straßenbau fließen. Jeweils eine Milliarde Rand (103 Mill. Euro) gehen in eine verbesserte Stromversorgung sowie in die Finanzierung von Krankenhäusern. Die neun WM-Gastgeberstädte haben ihre Etats dagegen noch nicht vorgelegt.

© SID

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